Förderverein für den Erhalt
der Clausthaler Holzkirche

Schäden und Sanierung der Kirche

 

 
Eine Beschreibung der Schäden im Jahre , die zur Renovierung führten, und die Verschlimmerung des Turmes im Jahre stehen auf dieser Seite unten. Die großen Fortschritte der Renovierung stehen auf der Seite Nachrichten. Der Rückbau und der Neuaufbau des Glockenturmes ist in dem von Herrn Professor Dr. habil. Friedrich Balck verfassten Heft Clausthaler Marktkirche · Sanierung des Glockenturms dokumentiert.

Sanierungszeitplan


Verlegung der Heizungskanäle. Abschluss der Asbestarbeiten. Beginn der Erneuerung des Fußbodens. Demontage und Doku­mentation der Wand- und Decken­bekleidungen
 

Beginn der Innensanierung durch Sicherung der Kunstwerke
 

Entfernung des Kirchengestühls
 

Die Clausthaler Marktkirchengemeinde erhielt die Zusage des Bundes, 50% der anstehenden Sanierungs­kosten und 50% der Kosten für den Neubau der Orgel zu tragen.
 

Planung und Vorbereitung der Innenraum­sanierung zum Erhalt der Kunst­schätze und als Voraus­setzung für den Neubau der Orgel. Die baulichen Besonder­heiten der Claus­thaler Markt­kirche erfordern aufwändige Abstim­mungen mit der kirch­lichen und nieder­sächsi­schen Denkmal­pflege.
 

Feier zum Abschluss der Außensanierung
 

Letzter Schritt der Außensanierung: Farbanstrich der Fassade
 

Beginn der Innensanierung: Vollständige Erneuerung der Elektroinstallation und Lampen
 
— Kosten 1.590.000
Sanierung des Daches und der Gauben. Kleines Dach zwischen den Treppenhäusern 3 und 4 (Berghaupt­mannsloge). Treppenhaus 3 (Haupteingang).
 
— Kosten 1.610.000
Uhrenturm mit Gauben und umgebendes Dach. Wiederherstellung der ursprüng­lichen Fenster­zahl und -form (12 Apostel).
 
— Kosten 2.450.000
Glockenturm. Im Januar Abbau der Haube und des Turmkörpers, Transport in eine Werkstatt. Bis Mai Wieder­herstellung des Glocken­gerüstes und des Turm­gerüstes, auch nach heutigen Erkennt­nissen unter Verwendung des noch gesunden Materials. Bis September Wieder­aufbau des Turmes. Einweihung am
 
— Kosten 430.000 (Bundesrepublik Deutschland, Land Niedersachsen, Deutsche Stiftung Denkmalschutz)
Treppenturm 2 an der Südseite, Eingang, Abbau des Glockenturmes
 
September — Kosten 20.000
Notabstützung des Glockenturmes mit Schwungsteifen, Dauerüberwachung seiner Neigung und der Drehung der Haube
 
— Kosten 830.000 (Bundesrepublik Deutschland 200.000 , Land Nieder­sachsen 200.000 , Landeskirche Hannovers 200.000 , Klosterkammer Hannover 100.000 , Stiftung Kirchenbau 30.000 , Deutsche Stiftung Denkmalschutz 50.000 , Kirchengemeinde Clausthal mit Förderverein 50.000 )
Bauabschnitt 1.3: restlicher Dachabschnitt zwischen den Treppentürmen 5 und 4, Treppenturm 4 (mit Versorgungs­leitungen, Brandschutz, Rauch­melder für die gesamte Kirche usw.), Fassade zwischen den Treppentürmen 4 und 3 (Berghaupt­mannsloge) mit verschie­denen Fenstern und Türen, dritter Anstrich des Bau­abschnittes 1.2.
 
— Kosten 788.841,51 (Landeskirche Hannovers, Klosterkammer, Land Nie­dersachsen, Nieder­sächsische Lotto­stiftung, Stiftung Kirchenbau, Deutsche Stiftung Denkmal­schutz, Kirchen­gemeinde mit Förder­verein 150.000 )
Bauabschnitt 1.2: Teil der südlichen Fassade mit Fenstern und Dachabschnitt zwischen Treppenturm 1 und der Ostseite, unterer Teil des Daches auf der Nord­seite.
 
— Kosten 536,939,46 (Landeskirche Hannovers, Klosterkammer, Kirchen­kreis Clausthal-Zellerfeld, Kirchengemeinde Clausthal mit Förderverein 128.000 €)
Beginn des Bauabschnittes 1, Finanzierungsabschnitt 1 (1.1): Erster nördlicher Fassadenabschnitt und nordöstlicher Treppenturm, Ostgiebel (Altarseite mit Orgel).
 
— Kosten 24.000 (Landeskirche Hannovers)
Notsicherung des Laternenbodens am westlichen Glockenturm. Fünf der acht Stiele waren durch eindringendes Regenwasser angefault und nicht mehr tragfest.
 
— Kosten 16.000 (Spende der Firma Sympatec)
Erneuerung der ersten Grauwacke-Treppe an der Südseite nach geschichtlichen Vorgaben.
 
— Kosten 224.380,37 (Landeskirche Hannovers, Klosterkammer, Kirchen­gemeinde Clausthal)
Vollständige Sanierung des Treppenturmes 1 und teilweise der angrenzenden Bereiche.
 
— Kosten 76.484,03
Statische Notsicherung des Treppenturmes 1 an der Südseite. Der bleigedeckte Giebel drohte auf den Gehweg zu stürzen.
 

Schäden der Kirche

ine Schadensuntersuchung und Bewertung vorhandener Bauschäden an der Marktkirche zum Heiligen Geist liegt vor. Der Kirchenvorstand und das Amt für Bau- und Kunstpflege in Hildesheim gaben sie in Auftrag, nachdem bereits umfangreiche Feuchtigkeitsschäden erkennbar wurden. Diese Schäden sind sicht­bar bei der Orgel, an der Schalung innen und im Dach. Allen Balken des Fachwerkes wurden Proben entnommen, so dass auch noch nicht sichtbare Schäden der Konstruktion erfasst wurden.

Schäden

  • Das mit Walzblei gedeckte Dach ist undicht, obwohl Blei gut und dauerhaft ist. Fachliche Mängel bei der Eindeckung verursachten die Schäden. Fachliche Mängel bedeuten in diesem Fall, dass die damals gültigen Verarbeitungsrichtlinien heute als falsch betrachtet werden, aber auch liederliche Ausführung. Frühere not­dürftige Reparaturen verschlimmerten die Undichtigkeiten; seitdem fault der Dachstuhl.
  • Die Eichenschwellen liegen unbelüftet ohne Trennschicht unmittelbar auf dem Fundament aus Harzer Grauwacke. Mehr als 60 % der Eichenschwellen sind verfault. Wasserstau und Unterspülungen brachen das Fundament. Dadurch sanken Eckpfosten ab, so dass das Fachwerk verformt wurde und die Statik beein­trächtigt ist. Der Giebel droht einzustürzen.
  • Die Außenschalungen sind stark abgesackt und verformt durch statische Mängel.
  • Ähnliche Ursachen und Schäden betreffen auch die Türme. Die großen Glocken dürfen nicht mehr läuten, um dem Fachwerk durch Schwingungen nicht weiter zu schaden.
  • Die Orgel ist vermodert und verrostet. Sie kann nicht mehr repariert werden.

Folgerung

Die Schäden sind so schwerwiegend, dass sie keinen Verzug der Instandsetzung der Kirche erlauben.

Massnahmen

  • Das Dach muss neu eingedeckt werden. Dafür soll wieder Walzblei verwandt werden. Heute gelten neue Verarbeitungsrichtlinien, die auf Grund mehrerer Schadens­fälle seit mehrfach überarbeitet wurden.
  • Der Austausch der verfaulten Schwellen und Arbeiten am Fundament sind not­wendig. Dafür muss das Bauwerk umfangreich abgestützt werden.
  • Die verfaulten Balken des Dachstuhles müssen ausgewechselt werden. Zahlreiche Einzelheiten bedürfen der Erneuerung, zum Beispiel alle Dachgauben.
  • Die vollständige Erneuerung der Außenschalung ist erforderlich.
  • Die Orgel muss durch eine neue ersetzt werden.

Die Arbeiten konnten witterungs- und baustellenbedingt nur in einzel­nen Abschnit­ten ausgeführt werden. Dieses kam der Finanzierungsmöglichkeit entgegen. Schätzun­gen im ergaben vier Abschnitte zu je 2½ Mio. €. Die Arbeit am ersten Abschnitt wurde am begonnen (siehe Nachrichten).

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