Förderverein für den Erhalt
der Clausthaler Holzkirche

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Jubiläumsjahr : Jahre Reformation
Jahre Marktkirche Zum heiligen Geist in Claus­thal

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Besseres Innenklima reduziert Folgekosten

Förder­verein berät Sanierung der Marktkirche

von Jan Westphal – Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem

Clausthal-Zellerfeld. Von außen betrachtet macht die Marktkirche zum Heili­gen Geist eine gute Figur. Innen jedoch ist das von bis erbaute Gotteshaus stark sanierungs­bedürftig.

Auf der Mitglieder­versammlung des Förder­vereins für den Erhalt der Claus­thaler Holz­kirche betonte der Vorsitzende Rudolf Götz, dass zahlreiche und komplizierte »Baustellen« ein strukturiertes Konzept benötigten.

Im Gemeindehaus der Marktkirchen­gemeinde erklärte Restaurator Bernd Gise­vius die Schwierig­keiten einer umfassenden Sanierung. Die ständige Zugluft und die hohe Luft­feuchtig­keit schädigten besonders die kirchlichen Kunstwerke.

Auch hätten die vor 50 Jahren verwendeten Materialien der Wand­verkleidungen eine substanz­schädigende Wirkung »und das zwingt uns, was zu tun«, erläuterte Gisevius.

Das Orgelwerk müsse ebenfalls erneuert werden, was aber wiederum die Sanie­rung der Wände voraussetze. Im Mittelpunkt müsse daher die klimatische Verbesse­rung des Gebäude­kerns stehen, so der Restaurator.

Kirchenvorstand-Vorsitzende Dorothee Austen informierte über die finanziellen Aspekte einer Innen­sanierung und wie man das Ziel bestmöglich erreichen könne. Beim Denkmal­schutz besteht eine gemischte Zuständigkeit von Kirche und Staat. Allerdings behält sich der Staat grund­sätzlich die gesetzliche Hoheit über den gesamten Denkmal­schutz vor.

Dies beeinflusse auch das Claus­thaler Projekt. Deshalb werde man Bau­abschnitte definieren und dafür einzelne Finanzierungs­pläne aufstellen müssen. Langfristig, so Austen, reduzieren klima­technische Investitionen die baulichen Folge­kosten des Gotteshauses.

Die Außen­sanierung der Claus­thaler Holz­kirche konnte nach neun Jahren Bauzeit im Jahr vollendet werden. Sie kostete rund 10 Millionen Euro. Allerdings sei es damals einfacher gewesen, Mittel einzuwerben, erklärt Austen. Für das neue Projekt Innen­sanierung werde wohl ein weiterer Millionenbetrag erforderlich.

Bevor die Mitglieder sich in der Kirche ein Bild von den Sanierungs­plänen machen konnten, standen Vereinsregularien, darunter die Neuwahlen des Vorstands, auf dem Programm. Zur Vorsitzenden des Förder­vereins wählten die Mitglieder Dorothea Römpage. Der bisherige erste Vorsitzende Rudolf Götz ist nun zweiter Vorsitzender. Die Position des Kassenwartes hat Manfred Göring inne, Schriftführer ist Detlef Dornbusch.

Der Verein hat 143 Mitglieder. Gezielt sollen nun neue Mitglieder angesprochen werden, um die größte Holz­kirche Deutschlands erhalten zu können.

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Berghauptmannsloge ist Pilotprojekt

Förder­verein für den Erhalt der Claus­thaler Holz­kirche plant die Restaurierung – Schwierigkeit steckt im Detail

von Bettina Ebeling – Artikel der Goslarschen Zeitung am Montag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Zuwachs bei Mitgliedern wie Kassenbestand und weiter­hin viel Arbeit: Mit dieser Bilanz startet der Förder­verein für den Erhalt der Claus­thaler Holz­kirche e.V. unter Vorsitz von Rudolf Götz ins nächste Vereinsjahr.

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung am Sonnabend stand das aktuelle Sanierungsprojekt: die Berg­hauptmanns­loge der Marktkirche zum Heiligen Geist. Bei einer Begehung erläuterte Restaurator Bernd Gisevius Mitgliedern des Förder­vereins die baulichen und farblichen Besonderheiten des einst prachtvollen Raums in der zweiten Empore, in dem seit dem späten 17. Jahrhundert die adeligen Bergoberen mit ihren Familien dem Gottesdienst folgten.

Die Restaurierung, für die der Förder­verein ein Budget von 25.000  einplant, gilt als Pilotprojekt der weiteren Innen­sanierung der Marktkirche, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der gemeinsamen Detailplanung mit der kirchlichen und welt­lichen Denkmalpflege.

Dazu sollen die historischen Untersuchungen abgeschlossen werden, denen sich Gisevius seit Längerem intensiv widmet. Schon jetzt zeige sich, dass dabei einmal mehr die Schwierigkeit im Detail stecke, zumal das Kircheninnere in den vergangenen Jahrhunderten bereits so manchen wenig feinfühligen Umbau und Anstrich erlebt habe.

Bauliche Aufgaben sind neben Decke und Fußboden sowie der Elektrik inklusive des vorgeschriebenen Rauchmelders die breiten Fensterfronten zum Kirchenschiff und zum Altarraum. Die Schiebefenster sind mit ihrem besonderen Funktions­mechanismus aus Hanfseilen und hölzernen Röllchen »ein einzigartiges Dokument der Geschichte der Fensterbaukunst«, so der Restaurator. Um sie wieder »gängig« zu machen, müssten jedoch viele Kleinteile passgerecht nachgefertigt werden.

Des Weiteren gelte es, die Frage der künftigen Nutzung zu beantworten – die heutigen »Berghauptleute« bei der Landesbergbehörde werden von ihrem historischen Privileg wohl keinen Gebrauch mehr machen. Wobei: »Den Schlüssel haben sie noch«, sagte Gisevius lächelnd.

Der Förder­verein sammelt Spenden, die zusammen mit den Mitglieds­beiträgen ausschließlich in bauliche Projekte an der Kirche fließen. Im Kassen­bericht informierte Dorothea Römpage über einen erfreulichen Zuwachs von rund 7.500 , der das Finanzpolster auf rund 30.000  anwachsen ließ. Die Mitgliederzahl stieg auf 143, zwei weitere kämen noch hinzu. Im neuen Wirtschaftsplan steht neben der Berg­hauptmanns­loge auch eine weitere Auf­lage des Flyers, in dem der Förder­verein über die Kirche und ihre Sanierung informiert und um weitere Mitglieder wirbt. »2000 Stück sind im Umlauf, die sind ratzfatz weg«, sagte sie. Um zu spenden, muss man nicht Mitglied sein, jedoch sehe sie die Mitglieder­werbung als vorrangig an, sagte Dorothea Römpage an.

Als Postkartenkalender erscheint in diesem Jahr der Advents­kalender, dessen Erlös ebenfalls der Marktkirchen­sanierung zufließt. Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen hatte die ersten Exemplare mitgebracht und erläuterte das neue Konzept.
 

In der Berg­hauptmanns­loge der Marktkirche zum Heiligen Geist: Restaurator Bernd Gisevius (2. v. re.) erläutert Mitgliedern des Förder­vereins für den Erhalt der Claus­thaler Holz­kirche e. V. die Besonder­heiten des einst prachtvollen Raumes in der zweiten Empore. Die Restaurierung wird Pilotprojekt der Innen­sanierung der Kirche. Fotos von Bettina Ebeling
 

 

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Claus­thaler Marktkirche bekommt ihr endgültiges Farbkleid
Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem

Clausthal-Zellerfeld. Die Claus­thaler Marktkirche zum Heiligen Geist trägt wieder Gerüst: In den nächsten Tagen beginnt der abschließende Anstrich in dem Blauton, den der Kirchen­vorstand zusammen mit den Denkmal­pflege­fachleuten im vergangenen Jahr festgelegt hatte.

»Der Endanstrich ist im Helligkeitswert genau so wie der Voranstrich, er hat nur einen größeren Anteil Kobaltblau«, sagt Malermeister Dieter Nietzel. Dieses hoch­wertige Pigment sei sehr »lichtecht«, bleiche also durch Sonne und Witterung nicht aus. Dazu trägt auch der Anteil von »sonnen­oxidiertem« Leinöl bei, der diesem letzten Anstrich beigefügt wird. Solches Leinöl wird etliche Monate bis Jahre in Glas­behältern UV-Licht und Sauerstoff ausgesetzt, »es wird dabei richtig dickflüssig«, erklärt Nietzel. Freilich ist es auch recht teuer, »der Liter kostet um die 150 

Die Farbmischung kommt fertig gereift von der schwedischen Spezial­firma Ottosson, die dieses jahr­hunderte­alte Herstellungs­verfahren recherchiert und für die Farbherstellung wiederentdeckt hat. Diese Leinölfarbe kommt völlig ohne jegliche Trockenstoffe und sonstige Chemie aus und ist dabei haltbarer als jede andere. »Sie bildet keinen Film, sondern verbindet sich mit dem Holz, neigt also auch nicht zum Abblättern, sondern bleibt elastisch.« Bedeutet unter anderem auch, dass der Anstrich nicht nach bestimmter Zeit komplett erneuert, sondern nur in Abständen je nach »Auswitterung« nachgeölt werden muss. »Langfristig ist er somit billiger«, sagt der Malermeister. bf

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Denkmalpflege gibt grünes Licht
für Marktkirche in Indigo-Blau
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. In der nächsten Woche beginnen die Malerarbeiten an der Claus­thaler Marktkirche zum Heiligen Geist. Dem Kirchen­vorstand liegt jetzt die Zustimmung der kirchlichen und weltlichen Denkmalpflege für ein Indigo-Blau vor, das etwas heller und gedeckter ist als das ursprünglich favorisierte mineralisch leuchtende Azurit.

»Bei dem dunklen Blau hat die Denkmalpflege nicht mitgemacht«, erklärte Restaurator Bernd Gisevius gestern bei einem nochmaligen Ortstermin mit Architekt Reinhard Lott und Kirchen­vorstand Rolf Eisfelder. Grund sei unter anderem, dass die am Gebäude und in Rechnungen aus dem 17. Jahrhundert gefundenen historischen Belege zwar die blauen Erstanstriche ( und ) absicherten, jedoch nicht hundertprozentig die genaue Farbnuance.

Bereits übernächste Woche soll mit dem Voranstrich begonnen werden, kündigt Architekt Lott an und freut sich, »dass wir jetzt ins Rennen gehen können«. Zunächst komme die Nordseite an die Reihe. Die Farbe besteht aus reinem Leinöl und Pig­menten ohne kohlen­wasser­stoff­haltige Lösungs­mittel nach historischen Original­rezepten.

Bei entsprechender Pflege soll sie mindestens 30 Jahre und länger halten. Der Voranstrich werde noch nicht das endgültige Blau zeigen, sondern etwas mehr ins Graublau gehen. Erst nach dem Aushärten folge der endgültige Anstrich.

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Beschlossen: Claus­thals Marktkirche
bekommt historisches Blau zurück
Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Der Entschluss steht jetzt fest: Die Claus­thaler Markt­kirche zum Heiligen Geist soll ihr Azuritblau aus dem 17. Jahrhundert wieder bekommen. Einhellig sprachen sich am Mittwochabend die 14 gemeinsam tagenden Mitglieder des neuen und des alten Kirchen­vorstandes dafür aus.

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Clausthaler Marktkirche zum Heiligen Geist
soll blau gestrichen werden
Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem

Clausthal-Zellerfeld. In kräftigem Blau soll die Marktkirche zum Heiligen Geist künftig leuchten, geht es nach dem Wunsch des Kirchen­vorstandes. Vier Farbbanner, die jetzt an die Nordwand gehängt wurden, sollen der Meinungsbildung dienen, welcher Blauton es werden soll.

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Schweres Gerät in der Marktkirche:
Hängelampen werden ausgetauscht
Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem

Clausthal-Zellerfeld. In der Claus­thaler Marktkirche hat die Erneuerung der veralteten Elektrik begonnen, nachdem Versicherung und TÜV dies wegen des Brandrisikos angemahnt hatten. Die Mittel­schiff­beleuchtung muss komplett neu werden.

Dazu wurde am Mittwoch ein Hubsteiger mit einer senkrechten Arbeitshöhe von 23 Metern in den Mittelgang gefahren, was sich schwieriger als erwartet gestaltete. Auf ferngesteuertem Raupenfahrwerk zwischen Winterkirche und Kirchen­bänken angekommen, wurde es eng. Erst nach Entfernen zweier Kirchenbänke gelang es, das schwere Gerät, in Millimeterarbeit um 90° geschwenkt, in den Mittelgang zu fahren.

Hier folgten die nächsten Probleme: Weitere Kirchenbänke an den Arbeits­positionen der nächsten Tage verhinderten das Absenken der seitlichen Stützen, um die Arbeitsbühne standsicher ausfahren zu können. Also mussten auch diese Bänke demontiert werden.

Einen Hubsteiger für die Arbeiten zu verwenden, sei trotzdem wirtschaftlich sehr viel günstiger als die Kirche innen einzurüsten, erklärte Restaurator Bernd Gisevius, der die Sanierung der Marktkirche begleitet. Am Freitag werde der Mietlift wieder abgeholt. Bis dahin sollen die alten Lampen entfernt und die neuen vormontiert sein.

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»Kirche des Jahres «:
Clausthaler Marktkirche auf Platz zwei
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Große Freude in Claus­thal: Die Marktkirche zum Heiligen Geist hat im bundesweiten Wettbewerb der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland um den Titel »Kirche des Jahres « den zweiten Platz erreicht.

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Zehn Jahre Marktkirchen­sanierung:
Viele Geldquellen angezapft
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Gleich drei Anlässe zum Feiern gab es am in der Claus­thaler Marktkirche: zehn Jahre Sanierung der größten Holz­kirche Deutschlands, den 70. Geburtstag des Motors der Sanierung, Dorothee Austen, und den Geburtstag der Kirche weltweit.

Zum Gottesdienst mit anschließender Feier und Konzert am Nachmittag, begrüßte Pastorin Andrea Siuts die Kirchengemeinde und »all jene, die an der Marktkirche mitgearbeitet haben, Förderer und Handwerker«. Nach Abschluss der von verschiedenen Seiten geförderten Außen­sanierung muss die Kirchen­gemeinde nun die weiteren Arbeiten selbst finanzieren. Die neue Stiftung der Marktkirche soll dabei helfen.

Vor 369 Jahren wurde das Claus­thaler Wahrzeichen am geweiht. Die letzten zehn Jahre ließ Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen Revue passieren. Zugleich gab sie bekannt, dass Minister­präsident David McAllister als Nachfolger von Christian Wulff die Schirm­herrschaft für die weitere Sanierung übernommen hat. Eine »genaue Recherche« des Landes habe ergeben, dass die Schirm­herrschaft weiter »gerecht­fertigt ist«. Wichtige Punkte seien unter anderem die Klima­stabilisie­rung, Elektro­installation und Beleuchtung, Kunstschätze sowie die Orgel.

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Marktkirche: Erste Innenarbeiten
sollen zum
Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. In der Marktkirche zum Heiligen Geist hat die Innen­sanierung begonnen. Statt der bisherigen »unansehnlichen und in der Handhabung gefährlichen Klappen« zum Kirchenschiff werden in der zweiten Empore Fenster eingebaut.

Die Maßnahme, die zugleich mehr Tageslicht in die Kirche bringt, sei sehr genau mit der Denkmal­pflege überlegt worden, berichtete Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen jetzt in der Mitglieder­versammlung des Förder­vereins zum Erhalt der Claus­thaler Holz­kirche.

Die Kosten für alle Fenster zum Dachraum würden rund 200.000  betragen. 150.000  davon trage die Landes­kirche Hannovers. »Auf der Nordseite werden sieben Klappen ersetzt, auf der Südseite zehn. Drei Klappen sowie weitere im Altarraum sind dann noch übrig. Wie wir damit umgehen, ist noch nicht geplant«, erklärte Austen, die nach Möglichkeit spätestens zum die laufenden ersten Innen­arbeiten fertig­gestellt und das Gerüst vorerst wieder aus dem Kirchenschiff heraus haben möchte.

Für die eigentliche Innen­sanierung bekomme die Marktkirchen­gemeinde keine Bundes-, Landes- oder landes­kirchlichen Mittel.

Fast eine Million Euro an Eigenmitteln stecke bereits in der Sanierung der Markt­kirche. 15.000  steuerte allein im letzten Jahr der Förder­verein mit seinen aktuell 138 Mitgliedern bei.

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Marktkirche in Claus­thal sieht Abschluss
der Außen­sanierung entgegen
Artikel der Goslarschen Zeitung am Freitag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Auf der Zielgeraden befindet sich die Außen­sanierung der Claus­thaler Marktkirche zum Heiligen Geist. Gemeinde, Kirchen­vorstand, Planer und Bauleute feierten am mit dem Aufsetzen der Bekrönung auf das Eingangs­treppenhaus den baldigen Abschluss des dies­jährigen, rund 1,6 Millionen Euro umfassenden Bauabschnitts »Hohes Dach«.

Seit laufen die Arbeiten an der geweihten Bergmannskirche, die in Fachkreisen als Referenz-Sakralbau von europäischem Rang gilt. Bislang sind rund 7,5 Millionen Euro in die Sanierung des Gotteshauses investiert worden.

Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen verband ihren kurzen Rückblick auf die bisher gelaufenen Bauabschnitte mit dem Dank an Planer und Handwerker, die speziell in diesem Sommer erst Dauerregen, dann extremer Hitze auf dem Blei-Dach getrotzt hatten, sowie an alle Sponsoren, private Spender und Stiftungen, die auch diesen Bauabschnitt wieder ermöglichten. Dem Förder­verein zum Erhalt der Claus­thaler Marktkirche seien neue Mitglieder weiterhin sehr willkommen.

Im kommenden Jahr wird die Sanierung im Inneren der historischen Holz­kirche aus dem 17. Jahrhundert fortgesetzt. Restauriert werden sollen unter anderem Kanzel und Altar – beide von Andreas Gröber, einem der bedeutendsten Holzschnitzer des Frühbarocks, geschaffen – sowie die von der Göttinger Firma Paul Ott erbaute Orgel.

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Marktkirche: Außen­sanierung steht vor dem Abschluss
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Auf der Zielgeraden befindet sich die Außen­sanierung der Claus­thaler Marktkirche zum Heiligen Geist. Am wollen Kirchen­vorstand, Planer und Bauleute zusammen mit der Gemeinde feierlich die mit Dokumenten gefüllte goldene Kugel auf das Eingangs­treppenhaus setzen.

Damit wird das Fünfeck der Treppenhäuser um die geweihte Bergmanns­kirche wieder geschlossen. In ihrer Zahl und Anordnung steckt uralte Symbolik. »Die Fünfzahl ist ein mythisches Schutzsymbol gegen teuflische und andere böse Mächte«, schreibt Restaurator Bernd Gisevius in seiner Dokumentation der Bau- und Kultur­geschichte der Claus­thaler Holz­kirche.

Der diesjährige Bauabschnitt umfasste unter anderem die Neu­eindeckung der Haupt­dach­flächen auf der Nord- und Südseite sowie – dank einer geglückten Auf­stockung des Finanzrahmens von 1,25 auf knapp 1,6 Mio. Euro – auch die Sanierung des Eingangs­treppen­hauses. Die Nordseite ist bereits fertig, auf der Südseite sind die Dachdecker noch emsig bei der Arbeit.

Alle Oberharzer, die dem Aufsetzen der Bekrönung auf das Treppen­haus und der anschlie­ßenden kleinen Feier­stunde beiwohnen möchten, lädt der Kirchen­vorstand herzlich dazu ein. Beginn ist um .

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Marktkirche als »Kirche des Monats Juli« ausgezeichnet
Artikel der Goslarschen Zeitung am Freitag, dem 2. Juli

Clausthal-Zellerfeld. Die Marktkirche zum Heiligen Geist ist mit dem Titel »Kirche des Monats « ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland ist mit 15.000 € dotiert, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit.

Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland ist eine Stiftung der Evangelischen Kirche und der evangelischen Landes­kirchen. Seit hat sie nach eigenen Angaben mehr als 770 Förder­zusagen für Sanierungs­vorhaben in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro geben können.

In diesem Jahr fördert die Stiftung insgesamt 70 Projekte in ganz Deutschland mit einem Gesamt­volumen von einer Million Euro. Unter­stützung erhält sie von einem Förder­verein, der bundesweit rund 2.200 Mitglieder hat. Seit präsentiert sie jeden Monat eine »Kirche des Monats«.

Die Claus­thaler Kirche wurde in das Denkmal­pflege­programm des Bundes »National wertvolle Kultur­denkmäler« aufgenommen. Seit wird sie umfassend restauriert, zurzeit werden das hohe Hauptdach auf der Nord- und Südseite sowie das Eingangs­treppenhaus saniert. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten an der Außenhülle fertig werden. Danach geht es im Innern der größten Holz­kirche Deutschlands weiter. Infos auch im Internet unter: www.Kirchen­gemeinde-Claus­thal.de/kirchensanierung .red

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Marktkirchensanierung: Bauabschnitt begonnen
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. An der Marktkirche Zum Heiligen Geist hat der Bau­abschnitt begonnen. Für insgesamt 1,6 Mio. Euro werden das hohe Hauptdach auf der Nord- und Südseite sowie das Eingangs­treppenhaus saniert.

Die Bauleitung hat die Hildesheimer Statikerin Cornelia Roeder übernommen, die an der Seite des im in den Ruhestand verabschiedeten Landeskirchen-Architekten Reinhard Lott und dem Büro Götz & Ilsemann bereits die zurück­liegenden Bauabschnitte begleitet hat.

Der »Bauabschnitt 2.2 – Hohes Dach« umfasst unter anderem die Erneuerung der Hölzer im Dachraum und die Neueindeckung der großen Hauptdach­flächen mit Walzblei. Desweiteren sollen die vier Dachgauben saniert, die Fenster­bänder neu eingefasst und weitere Neben­arbeiten ausgeführt werden.

Hinzugenommen werden konnte dank einer Aufstockung des Finanz­rahmens von 1,25 auf knapp 1,6 Mio. Euro auch das Eingangs­treppenhaus der Kirche. Auf diese Weise, erklärt die Kirchen­vorstands­vorsitzende, können eine komplette »Baustellen­einrichtung«, Kosten für das Gerüst und für provisorische Arbeiten an den Nahtstellen zum Hauptdach gespart werden – insgesamt eine beträchtliche Summe.

Seit Monatsbeginn ist die Baustelle eingerichtet. Nach dem Aufstellen der Gerüste nahm der Kran als erstes die maroden Gauben ab. Parallel dazu begannen die Arbeiten am Eingangstreppenhaus.

Von bis Ende wurden insgesamt 7,04 Mio. Euro in die Sanierung der geweihten Holz­kirche investiert, die offiziell in das Denkmalpflege­programm des Bundes National wertvolle Kulturdenkmäler aufgenommen wurde. Rund 41% davon finanzierte die Landeskirche Hannovers, weitere Anteile steuern Land und Bund sowie Stiftungen bei. Nach wie vor werden auch private Spenden benötigt. Die Kirchen­gemeinde informiert auf ihrer Internetseite www.kirchen­gemeinde-Claus­thal.de über das insgesamt zehn Millionen schwere Projekt.

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Marktkirchensanierung:
Stiftungen überreichen Fördervertrag
Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem 4. März

Clausthal-Zellerfeld. Geld- und zugleich Stabübergabe an vorderster Front eines Zehn-Millionen-Sanierungs­projekts: Diese besondere Konstellation war für die Marktkirchen­gemeinde Claus­thal am Donnerstag Anlass, erstmals nicht den Abschluss, sondern den Start eines Bauabschnitts zu feiern.

Kirchen­vorstandsvorsitzende Dorothee Austen nahm erfreut den gemeinsamen Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmale über insgesamt 130.000  für den diesjährigen Bauabschnitt entgegen.

Martin Ammon, in seiner Funktion als Leiter des Stiftungsbüros gemeinsam mit Martina Wolff und Jobst Tehnzen vom DSD-Ortskuratorium Hannover Überbringer des Förderbescheids, würdigte die Kirchensanierung im Sinne einer dem lebendigen Zweck des Gotteshauses dienenden Investition.

Zur offiziellen »Stabübergabe« vom Architekten und bisherigen Bauleiter Reinhard Lott an seine Nachfolgerin Cornelia Roeder leiteten Landes­super­intendent Eckhard Gorka und Marktkirchen­pastorin Andrea Siuts über. Es sei »für die Gemeinde und den Ort beruhigend«, dass dies kein Abschied für immer sei, sondern dass die Sanierung mit »nur leicht verändertem Vorzeichen« weitergehe, sagte die Claus­thaler Pastorin. Lott geht als Architekt der Landeskirche Hannovers zwar in den (Vor-)Ruhestand, bleibt der Marktkirche jedoch als ehrenamtlicher Berater erhalten.

Von bis Ende wurden 7,04 Mio. Euro in die Sanierung investiert, rund 41% davon finanzierte die Landeskirche, rund 1,4 Mio. Euro kamen von Land und Bund sowie 0,5 Mio. Euro von der Klosterkammer, die mit weiteren 100.000  im Boot sei.

Durch eine aktuell bewilligte Erweiterung des neuen Bauabschnitts von 1,25 auf 1,59 Mio. Euro Investitions­summe werde es möglich, zusätzlich zum Hauptdach des Kirchen­gebäudes nebst Fenster­bändern und Neben­arbeiten noch das Eingangs­treppenhaus der Nordseite zu sanieren, hieß es. Das spare nicht nur eine komplette Baustellen­einrichtung, sondern ermögliche vor allem, die Außen­hülle in diesem Jahr fertig­zustellen. Danach werde die Innen­sanierung in Angriff genommen.

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Stiftungen fördern Marktkirchensanierung mit 130.000 
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Gute Nachrichten für die Marktkirche Zum Heiligen Geist in Claus­thal: Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmale (KiBa) und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) wollen dem Kirchen­vorstand am Donnerstag einen Fördervertrag über insgesamt 130.000  überbringen.

Das kündigt die DSD in einer Pressemitteilung an. Gegenstand des Förder­vertrages seien die weiteren Sanierungs­arbeiten am Kirchendach.

Geplant sind für dieses Jahr unter anderem die Erneuerung der Hölzer im Dachraum und die Neueindeckung der großen Hauptdach­flächen auf der Nord- und Südseite, dazu sollen die maroden Dachgauben saniert, Fenster neu eingefasst und weitere Neben­arbeiten ausgeführt werden.

Finanzielle Unterstützung bekommen die Claus­thaler auch von Bund und Land sowie der Kloster­kammer und der Landeskirche Hannovers, vom Kirchenkreis Claus­thal-Zellerfeld und dem Förder­verein zur Erhaltung der Claus­thaler Holz­kirche.

Die Sanierung des Gotteshauses war mit einer statischen Notsicherung begonnen worden, nachdem die akute Baufälligkeit von Teilen der Kirche festgestellt worden war. Die auf mehrere Jahre ausgelegte Gesamtmaßnahme ist ein Projekt im Finanzumfang von rund zehn Millionen Euro.

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Uhrenglocke der Marktkirche schlägt bald wieder
Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Zeiger rotieren zwei Mal, bis sie die richtige Zeit anzeigen. »Wir danken für unser täglich Brot, aber auch Gott und den Menschen dafür, dass der Bauabschnitt am Uhren­turm abgeschlossen ist«, schildert Pastorin Silvia Köhler. Am erst wurde Richtfest gefeiert. »Schon seit Beginn der Arbeiten hatte der Stunden­schlag aufgehört«, sagt die Pastorin. »Wenn die Uhr jetzt wieder in Betrieb genommen wird, werden die Zeiger zwei Mal rotieren und dann die richtige Zeit anzeigen.«

Und dann solle auch die Uhren­glocke wieder viertel­stündlich schlagen, freut sich Silvia Köhler und erklärt: »ein Mal zur Viertelstunde, zwei Mal zur halben Stunde, dreimal zur Dreiviertel­stunde und vier Mal zur vollen Stunde geschlagen und dann folgt der Stunden­schlag, bei also zehn Mal.«

Der Abschluss des jüngsten Bauabschnitts im Zuge des Millionen­projekts Markt­kirchen­sanierung sorgt dafür, dass die größte Holz­kirche Deutschlands nach Rückkehr der letzten Glocke nun auch wieder die Zeit anzeigt – sichtbar und hörbar.

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Marktkirche bekommt Dachgauben zurück
Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. In diesen Tagen konnten die Bleiarbeiten zum Schutz vor Regen und Wind abgeschlossen worden. Die Ziffern­blätter der beiden Uhren sind auch wieder eingesetzt. Der den Uhren­turm umschlie­ßende Dach­abschnitt wird nun bearbeitet.

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Clausthaler Marktkirche ist wieder unter der Haube
Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem

Clausthal-Zellerfeld. Die Kirchturmuhr – deren ebenfalls bereits restaurierte Glocken im Laternenboden stehen und demnächst wieder eingehängt werden – erinnere die Menschen daran, »dass die Zeit aus Gottes Händen kommt«, sagte Super­intendentin Ilse Lontke (Osterode) vor zahlreichen Ehrengästen mit Nieder­sachsens Landwirtschafts­minister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) und Klaus Jänich, Vizepräsident der Nieder­sächsi­schen Landes­forsten, an der Spitze.

Der Minister erinnerte an die »historische Verpflichtung, unser kulturelles Erbe zu bewahren«, und freute sich, dass die nieder­sächsi­schen Landes­forsten und das Forstamt Claus­thal die Sanierung des Uhren­turms mit einer wertvollen Holzspende unterstützt hatten: 25 »Mondfichten«, geschlagen bei Frost und abnehmendem Mond.

»Viele fleißige Hände und Bürgersinn haben das möglich gemacht«, lobte er mit Blick auf das fortgeschrittene Werk, bevor die Zimmer­leute diesem mit Richtspruch und Schnaps auf handfeste Art Glück und Segen wünschten. Für den »Nachbarn im Norden« – die Technische Universität – beglück­wünschte Präsident Prof. Thomas Hanschke Bauherrn und Ausführende. »Diese Kirche ist ein Symbol für die Schaffens­kraft der Menschen im Oberharz«, sagte er mit Blick auf die Baugeschichte des Gottes­hauses, das geweiht wurde und seit für insgesamt rund 10 Mil­lionen Euro saniert wird.

Die TU, so Hanschke weiter, nehme mit geplanten Investi­tionen an eigenen Gebäuden »gern den Stab auf«. Samt­gemeinde­bürger­meister Walter Lampe würdigte das Engagement der öffent­lichen und insbesondere der privaten Spender und Sponsoren vor Ort.

Den Löwenanteil der Renovierungs­kosten teilen sich die Landes­kirche Hannovers mit 750.000  sowie der Bund und das Land Nieder­sachsen mit jeweils 200.000 . Weitere Mittel warb die Gemeinde mit der unermüd­lichen Kirchen­vorstands­vorsitzenden Dorothee Austen an der Spitze über Stiftungen ein.

Im kommenden Jahr soll für 1,2 Mio. Euro das hohe Dach renoviert werden, das Eingangs­treppenhaus, danach folge die Innen­sanierung, sagte Austen, die gleichzeitig für die Mitglied­schaft im Förder­verein zur Rettung der Claus­thaler Holz­kirche warb.

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Richtfest: Uhrenturm der Marktkirche
bekommt seine Haube wieder
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Ein weiterer Bauabschnitt an der Marktkirche Zum Heiligen Geist geht seinem Abschluss entgegen. Am erhält der Uhren­turm seine Haube wieder. Dazu lädt die Gemeinde zum Richtfest mit Aus­stellung ein. Als prominenter Gast hat sich Nieder­sachsens Forstminister Hans‍-Heinrich Ehlen angekündigt, der gemeinsam mit Klaus Jänich, dem Vize­präsidenten der Niedersäch­sischen Landesforsten, und anderen geladenen Gästen das Richtfest mitfeiert.

Die Landesforsten stifteten für die Sanierung des Baudenkmals in diesem Jahr 50 m³ des wertvollen »Mondfichten«-Holzes, das zum Teil in genau jenen Revieren eingeschlagen wurde, aus denen im 17. Jahrhundert bereits die Fichten­stämme für den Bau der Claus­thaler Holz­kirche kam. Zahlreiche Sponsoren unterstützten bisher die Arbeiten, unter ihnen die Deutsche Stiftung Denkmal­schutz, der Bund, die Landes­kirche Hannovers, die Georgsmarienhütte, der Förder­verein zur Rettung der Claus­thaler Holz­kirche sowie Unter­nehmen, Institutionen und Privatleute. Sie helfen mit Aktionen wie dem Stauden­flohmarkt oder dem Schüler-Kirchen­rundlauf ebenso beim Fortgang der Arbeiten wie Gemeinde­glieder, die etwa Geburtstags- und Jubiläums­spenden geben. 1½ Mio. Euro sind für den Uhrenturm veranschlagt. Wie dringend sanierungs­bedürftig er war, habe sich während der Arbeiten erneut gezeigt. Der Zustand des Dachreiters sei ebenso schlecht gewesen wie der des Glockenturms. Schäden an den Balken im Innern hatten zur Folge, dass der Dachreiter nach Süd­westen abgesackt war. »Die Pfosten des Innenturms mussten teilweise vom Bereich der Laterne bis in den inneren Dachraum abgeschnitten oder ganz heraus­genommen werden«, berichtet Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen. Die kleine Haube ist am Platz neben der Kirche saniert und mit neuer Walzblei-Eindeckung versehen worden. Sie wird am Freitag um feierlich an ihren Platz auf dem Dach­reiter gesetzt und mit der Wetterfahne gekrönt. Bereits um beginnt eine Ausstellung der am Bau beteiligten Firmen rund um das Thema Holz, die bis gegen zu sehen ist. Dazu gibt es ein kleines Kinder­programm mit Spiel­ständen. Die musika­lische Umrahmung übernimmt der Posaunen­chor der Marktkirchen­gemeinde.

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Denkmal-Stiftung fördert Marktkirchensanierung mit weiteren 140.000 
Artikel der Goslarschen Zeitung am Freitag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Voraussichtlich 1½ Mio. Euro betragen die Kosten des laufenden Bauabschnitts 3.0 zur Sanierung des Uhrenturms und des Hohen Daches der Claus­thaler Marktkirche. 140.000  der Kosten deckt ein Fördervertrag, den das Ortskuratorium Hannover der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), vertreten durch Martina Wolff und Jobst Tehnzen, am Donnerstag der Marktkirchen­gemeinde überreichten.

»Schön, dass es so gut vorangeht«, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums mit Blick auf den Baufortschritt und freute sich, erneut einen Förder­vertrag übergeben zu können. Im Zeitraum von bis förderte die DSD die Sanierung Deutschlands größter Holz­kirche bereits drei Mal, mit insgesamt 250.000 . Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen hofft, dass noch weitere Förder­gelder folgen, »damit der Dach­abschnitt rund um den Uhrenturm finanziert werden kann«. Am soll Richtfest gefeiert werden. Die diesjährige Unter­stützung der DSD ermöglichte nicht zuletzt eine zweck­gebundene Spende der Oetker-Stiftung, dankten Überbringer und Empfänger. An der Sanierung beteiligen sich in diesem Jahr auch die Reemtsma-Stiftung, die Stiftung Stahlwerk Georgs­marien­hütte, die Landes­kirche, der Kirchen­kreis sowie Bund und Land. Die Markt­kirche ist eines von mehr als 190 Projekten, welche die private Bonner Denkmal­schutz Stiftung dank privater Spenden und Erträgen der Glücks­spirale allein in Nieder­sachsen fördern kann.

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Marktkirchensanierung geht in neuen Bauabschnitt
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Mit dem Abnehmen der Dachgauben startete am Dienstag der neue Sanierungs-Abschnitt der Marktkirche in Claus­thal. Der Uhrenturm und das ihn umgebende »hohe Dach« werden dabei gleichzeitig in Angriff genommen. Noch am selben Tag begannen die Bauleute mit dem Einrüsten des Dachreiters, wie der Uhrenturm aufgrund seiner Bauform auch genannt wird. Die beiden Uhrglocken sollen, wie Architekt Reinhard Lott und Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen erklärten, am kommenden Dienstag abgehängt und für die Dauer der Arbeiten auf dem Laternen­boden abgestellt werden.

Am werde der Kran die kleine Haube abheben, die dann auf dem Platz neben dem Glockenturm aufgebockt und repariert werde. So können Interessierte bei den aufwendigen Bleiarbeiten live zuschauen. Das Unterteil des Dachreiters bleibt an seinem Platz, er soll von einer großen Bühne aus bearbeitet werden. An einer der am Dienstag abgenommenen Dachgauben fand sich auch wieder ein spannendes Detail aus der Baugeschichte: die ältesten heute bekannten Fenster­flügel­befestigungen mit Ringen und Haken. »Erst ab Mitte des 18. Jahr­hunderts wurden Schiebe­fenster verwendet«, sagt der Claus­thaler Bernd Gisevius, der sich seit Jahren mit der Erforschung von Deutsch­lands größter Holz­kirche befasst. Diese Fenster seien damals »englische Fenster« genannt worden, erst später wurden sie als »Harzer Schiebe­fenster« bekannt.

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Elektronischer Opferstock
für sanierungsbedürftige Marktkirche
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Auf eine pfiffige Idee wurde die Vorsitzende des Kirchen­vorstands der Claus­thaler Marktkirchen­gemeinde, Dorothee Austen, in der St.-Michael-Jesuitenkirche in München aufmerksam – den elektro­nischen Opferstock. Könnte in Zeiten knapper Kassen und drängender Probleme ein solches Gerät zum spontanen und bequemen Spenden per Kartenzahlung auch ihrer Kirchen­gemeinde helfen? »Am startet in der Marktkirche das von der Volksbank im Harz finanziell unterstützte Pilot­projekt«, erklärt Dorothee Austen.

Der »elektronische Opferstock« werde in einer grau bemalten Holzkiste am Eingang der Kirche, neben dem Modell des Gotteshauses, stehen. Alternativ soll für »Sanierung und Unterhalt der Holz­kirche« oder für die Gemeindearbeit gespendet werden können, beschloss der Kirchen­vorstand. »Wir werden dafür zwei Konten bei der Volksbank im Harz eG einrichten«, sagt die Kirchen­vorstands­vorsitzende. Eine Spenden­quittung wird direkt am Terminal erstellt. Bis Ende Oktober, so lange die Kirche für Besucher geöffnet ist, soll das Projekt zunächst dauern. Am Ende der Saison folge die Aus­wertung. »Wir vermuten, dass dieses Gerät interessant für Touristen sein wird«, sagt Pastorin Andrea Siuts. Deshalb werde es in Gottesdiensten abgedeckt sein. »Wir werden keinen aus Claus­thal-Zellerfeld hindern, den elektro­nischen Opferstock zu benutzen. Es ist aber nicht der Fokus«, betont die Pastorin. Dankbar fügt sie hinzu: »Die Volksbank im Harz ist bereit, das Pilotprojekt stark zu fördern, worüber wir uns sehr freuen.« Diese übernimmt für sieben Monate die monatlichen Mietgebühren, ebenso die Installation und Wartung. Installiert und angeschlossen wird das »Point of Sale-Terminal« von Thomas Vollmer, zuständig für elektronische Bankdienst­leistungen. »Technisch kommuniziert das Terminal über eine D1-Karte«, erklärt er, denn es gebe keinen Telefon­anschluss in der Markt­kirche. Im Prinzip sei der Opferstock ein Bezahlterminal in anderer Verpackung. Damit reiht sich die evange­lische Claus­thaler Markt­kirche mit ihrem elektronischen Klingel­beutel in die Reihe prominenter katholischer Vorbilder, wie dem Bonner oder dem Ulmer Münster ein – in Nord­deutschland sicher ein Novum. »Wir probieren Neues aus, gehen neue Wege«, sagt Bankvorstand Torsten Janßen. Das Gerät sei neben der EC-Karte auch für Master Card und Visa Card frei geschaltet, gedacht etwa für ausländische Besucher, ergänzt Thomas Vollmer.

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Abschließender Bericht über die Sanierung
des Glockenturmes der Marktkirche zum Heiligen Geist
in Claus­thal
von Dorothee Austen, Vorsitzende des Kirchen­vorstandes –

Die Bemühungen, die schädlichen Bewegungen des Glocken­turmes durch Verstär­kung der Stiele im Laternenbereich () und durch Notabstützung mit Schwung­steifen () zu stoppen, erwiesen sich im Jahr durch weitere unkontrollier­bare Bewegungen als gescheitert.

Deshalb beschlossen die Verantwort­lichen (Amt für Bau und Kunstpflege, bauleitender Architekt, Statiker, Kirchen­gemeinde), die Glockenturm­sanierung unverzüglich einzuleiten.

Nachdem die Finanzierung durch die Landes­kirche Hannovers unter Mithilfe von Bund (BKM), Land Niedersachsen und Stiftungen gesichert werden konnte, begann im beim ersten Schnee­treiben des Winters der sehr aufwändige, denkmalgerechte Abbau mit sorgfältiger Nummerierung und Ein­lagerung der Einzelteile.

Der marode Zustand auch tragender Hölzer, besonders der oberen Turmteile und im Bereich der Fundamente, bestätigten die zwingende Notwendigkeit des Total­abbaus, um mit vertretbaren Kosten sowohl die Funktion des Turmes als Glocken­träger, als auch die historischen Maße mit ihrem sehr differenzierten theolo­gischem Programm wiedergewinnen zu können.

Die Sicherung der zum Teil sehr zerstörten Fundamente und der Fachwerk­konstruktion der Westwand der Kirche wurde schon im unverzüglich in Gang gesetzt.

Dank des schneearmen Winters – erst kurz vor Ostern musste die Baustelle ruhen, weil alles eingeschneit war – konnten unter einem Winterzelt die Funda­mente und Verankerungen (12 m im stehenden Fels) für das Turm­gebäude und den Glocken­träger hergestellt werden.

Währenddessen wurden die einge­lagerten Hölzer, besonders der Konstruktion von Oktogon, großer Haube, Innen­turm und kleiner Haube, auf ihre Wieder­verwendbarkeit geprüft, repariert bzw. – wenn unabwendbar – in der alten Form erneuert.

Weil durch dendro­chrono­logische Unter­suchungen nachgewiesen wurde, dass schon seit immer wieder erfolglos versucht worden war, den alten Turmschaft zu stabilisieren, ist im Oktober die schwere Entscheidung für die Neukonstruktion des Turm­schaftes gefällt worden.

Mit moderner Maschinenarbeit wurde der Zuschnitt des Bauholzes (sogenanntes Mondholz) vorgenommen, das wie beim Urbau im Revier IV Am Dietrichs­berg in der saftarmen Zeit des Winters geerntet worden ist.

Der Abbund geschah vor den Augen der interessierten Öffent­lichkeit Claus­thals auf einem Richtplatz vor dem Fundament des Turmes. Dabei wurde sorgfältig darauf geachtet, dass das Turmgebäude und das Tragwerk für die Glocken berührungsfrei ineinander gebaut wurden, damit die durch die Glocken verursachten Schwingungen das Turmgebäude nicht beeinträchtigen.

Die beiden großen Glocken waren bei Lachenmeyer in Nördlingen repariert, ein neuer Glockenstuhl konstruiert und alles so genau vorbereitet worden, dass der Transport der Teile auf den Turmquader optimiert werden konnte:

Vom bis wurde durch einen großen Autokran der fertig »abgebundene« vorgefertigte Turmschaft (55 t) auf die Fundamente gezogen. Die restaurierten, zimmer­manns­technisch überarbeiteten Turmteile Oktogon, Innenturm und Spanten der großen Haube wurden nach oben gebracht, so dass die Befestigungen bis zum vorgenommen werden konnten.

An diesem Tag wurde mit dem Aufsetzen der kleinen Haube und der Bekrönung wieder unter starker Beteiligung der Bevölkerung das Richtfest gefeiert. Der Dank der Kirchen­gemeinde galt besonders dem unermüdlichen Architekten Reinhard Lott, den Statikern der Firma Götz & Ilsemann, dem Restaurator und Bauforscher Bernd Gisevius und den Handwerksfirmen mit ihren hochmotivierten Mitarbeitern.

In der Folgezeit arbeiteten die Firmen parallel und Hand in Hand. Dabei ist die handwerkliche Leistung der Bleidecker/Klempner der Firma Bade-Dächer, Bad Bevensen, bei der Erneuerung der Walzblei­eindeckung und die der Zimmerer der ARGE Bade/Firma Mönnig-Bau, Elvershausen, bei der Rekonstruktion der histori­schen Teile besonders zu rühmen. Voraussetzung dieser Arbeiten war die hohe Flexibilität und Fertigkeit der Gerüstbauer der Firma Menke, Göttingen.

Alle am Bau Beteiligten waren sich der großen Anforderungen dieser Baustelle an die Qualität und Quantität ihrer Arbeit bewusst und sie werden nach vielfacher Aussage diese besondere Baustelle immer in Erinnerung behalten.

So konnte ohne nennenswerte Unfälle der Glockenturm mit dem vollen Geläut der Glocken und einem Festgottesdienst am wieder eingeweiht werden.

Die Kirchen­gemeinde dankt allen, die sich an der Finanzierung dieser histori­schen Aufgabe beteiligt haben, sehr herzlich. Gott segne Geber und Gaben!

Sie hofft nun, dass mit der Sanierung auch des Uhrenturmes und vielleicht von Teilen des hohen Daches im Jahr ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zur Sicherung der größten Holz­kirche Deutschlands für die kommenden Generationen getan wird.

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Für Marktkirche: Riesenmaschine schält
Mondfichten in Sekunden
Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem

Clausthal-Zellerfeld. Einen baumlangen knorrigen Fichten­stamm schält sie glatt wie einen Zahn­stocher: Nieder­sachsens einzige Rinden­schäl­maschine arbeitet derzeit im Harz. Aus kirchturm­hohen Fichten schält sie in wenigen Sekunden einen blanken, rindenlosen Stamm.

Wie beim Spargel­schälen beißt sich das riesige, tonnen­schwere Gerät Baum für Baum durch die zuvor angelegten Holzpolter und stapelt die schneeweißen Stämme am Ende fein säuberlich entlang der Waldwege. Rund 200  so genannter Mond­fichten arbeitet die Maschine auf. Das Fichten­holz ist bestellt für die Sanierung der größten Holz­kirche Mittel­europas, der Markt­kirche in Claus­thal. Diesem Zweck diente der jüngste Einsatz der Rinden­schäl­maschine auf dem Dietrichs­berg, dem zum Bereich des Nieder­sächsi­schen Forstamts Claus­thal gehört. Als nächstes wird sie im Raum Osterode eingesetzt.

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Förder­verein bewilligt 10.000 
für Marktkirchensanierung
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Das Engagement für die Sanierung der Marktkirche Zum heiligen Geist erreicht neue Höhen. »Der Förder­verein zum Erhalt der Claus­thaler Holz­kirche hat vor Ort gewaltig gewonnen«, erklärte der alte und neue Vorsitzende Lothar Lohff stolz auf der Jahres­mitglieder­versammlung.

Von 33 Mitgliedern im Vorjahr ist die Zahl aktuell auf 101 gestiegen. Mitglied Nummer 100 ist seit wenigen Tagen der Präsident des sächsischen Oberbergamts, Professor Reinhard Schmidt. Insbesondere das »wunderschöne Fest zur Einweihung des Kirchturms« habe die Mitglieder­zahl nach oben schnellen lassen, stellte Lohff fest. Auch aus den Reihen des Vereins von Freunden der TU gebe es erheblichen Zulauf. Viele wollten damit ihr Bekenntnis zur Berg- und Universitäts­stadt und ihrer Kirche ausdrücken. Großteils aus Spenden zugunsten des Förder­vereins – etwa anlässlich runder Geburtstage, Taufen und anderer Feiern – konnte dieser zuletzt 10.000  an die Marktkirchen­gemeinde überweisen, berichtete der Vorsitzende erfreut. Es sei wichtig, »zu demonstrieren, dass man in Claus­thal in der Lage ist, Gelder aufzubringen«, und damit potenziellen Großspendern zu zeigen, »wir können auch«, erklärte der Präsident des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie im Weißen Saal. Unterstützung gebe es darüber hinaus von vielen Spendern aus dem Raum Goslar.

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Der Turmbau zu Claus­thal

Der Kirchturm wurde neu erbaut

von Lothar Lohff, Erster Vorsitzender dieses Förder­vereins –

Anfang zeigte sich, dass die Notabsteifungen dem Turm nicht ausreichend Stabilität geben konnten, so dass mit einem baldigen Versagen der Turm­konstruk­tion gerechnet werden musste. Nach eingehender Abstimmung der mit der Sanie­rungs­planung und -überwachung beauftragten Planer, des Kirchen­vorstandes und der Landeskirche wurde der umgehende Abbruch des Kirchturmes sowie sein unmittel­bar anschließender Neuaufbau beschlossen.

Die Maßnahmen wurden seit umgesetzt und am konnte der neu errichtete Turm erneut eingeweiht werden. Bei dem Neuaufbau wurde der untere Teil des Turmes bis einschließlich des Glocken­stuhles nach heutigen Konstruktions­prinzipien so aufgebaut, dass durch eine Turm-in-Turm-Konstruktion der innere Glocken­turm von der äußeren Konstruktion völlig getrennt wurde. Im oberen Turmteil konnten viele alte Konstuktions­bestandteile über­nommen werden. Jetzt sieht der Turm wieder so aus wie wir das vom Clauthaler Stadtbild her kennen – nur schöner, gepflegter und vor allen Dingen: heil!

Zahlreiche Großspender wie die Deutsche Stiftung Denkmal­schutz, die Reemtsma-Stiftung, die Georgs­marien­hütte, die Rudolf-August-Oetker-Stiftung, aber auch viele Claus­thaler Firmen, Vereine und Bürger haben ebenso wie unser Förder­verein neben der Luthe­rischen Landes­kirche Hannover die erforderlichen Mittel von über 2,2 Mio.  bereitgestellt.

Dennoch gibt es keinen Grund zum Ausruhen: In den nächsten drei Jahren sind weitere erhebliche Ausgaben für die Dach­erneuerung, den Dachreiter mit seiner großen Kirchenuhr, zahlreiche Dachgauben und das Haupt­eingangs­treppenhaus dringend zu erneuern. Die Beschaffung der dringend benötigten Mittel wird zuneh­mend schwieriger, weil eine Reihe von Großspendern bei unserer Holz­kirche ihre Fördergrenzen bereits erreicht haben. Aber wir guter Zuversicht, dass wir auch mit Ihrer Hilfe die restlichen 3–4 Mio.  aufbringen werden und die Bauarbeiten damit zügig fortgeführt werden können.

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Glockenturm stürmisch eingeweiht
Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonntag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Bereits dem ersten Sturm getrotzt hat der sanierte Glockenturm der Marktkirche zum Heiligen Geist – und das gleich am Wochenende seiner feierlichen Einweihung.

Mit dem Bild von einem Jungen am Fenster, den Blick auf die Marktkirche gerichtet, erinnerte Walter Meyer-Roscher, ehemaliger Landes­super­intendent, in seiner Predigt im Fest­gottes­dienst nicht nur an seine Kindheit. Für viele Claus­thaler sind die Marktkirche und ihr Geläut ein mit Erinnerungen und Gefühlen behaftetes Symbol. Walter Lampe, Bürgermeister der Samtgemeinde, formulierte es beim Dankes­empfang im Landes­bergamt ähnlich: »Der Turm ist für viele ein Ort der Identifikation und des Wieder­erkennens, er symbolisiert eine Art der Mitte.« Nun ist eben dieser Turm quasi wieder in Amt und Würden. Er wird wieder zu Messen läuten, die korrekte Zeit angeben, das Leben in der Stadt begleiten. Das wurde am Wochenende mit einem großen Fest begangen. Ein bunter Reigen musikalischer und unterhaltender Programmpunkte für Alt und Jung sorgte bereits am Samstag für volle Straßen und Geschäfte. Selbst am Sonntag herrschte rund um die Marktkirche trotz Sturm, Regens und Kälte reges Treiben. »Die Händler sind recht zufrieden«, verriet Kenneth Hinrich-Stark, Chef der Oberharzer Tourismus Marketing GmbH. Zwar wurde das komplette Bühnen­programm vom Sonntag vor den Altar der Marktkirche verlegt, aber da saßen die Besucher trocken.

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Marktkirche: Turmuhr kommt
Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem

Clausthal-Zellerfeld. Eine kleine Überraschung erwartet am Donnerstag­vormittag die Claus­thaler an der großen Marktkirchturm-Baustelle: Neben der Wetterfahne, die wieder aufgesetzt werden soll, wird ein drittes Uhren­ziffernblatt angeliefert. Am neuen Glockenturm der Marktkirche Zum Heiligen Geist wird man damit wieder wie in früheren Jahren von drei Seiten die Zeit ablesen können: von Norden und Süden sowie nun auch von Westen.

In den plante man, die Holz­kirche mit einem Blitzableiter zu versehen, um sie vor Feuerschaden zu schützen. Die damals zu den neuesten Errungen­schaften der Technik zählende Anlage aus Drahtseilen wurde, wie Kirchen­chronist Bernd Gisevius herausgefunden hat, tatsächlich montiert. Aus demselben Jahr stammt eine Bleistift­zeichnung von F. G. Schultze, die nicht nur den mit dem Blitzableiter versehenen Glockenturm und die dritte Wetterfahne auf dem Ostgiebel zeigt, sondern auch das im Oktogon unter der »welschen Haube« angebrachte, zum Bergamt zeigende Ziffernblatt der Turmuhr. »Bei der Sanierung um herum ist diese Uhr dann wohl weggekommen«, sagt Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen.

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Glockenturm birgt wichtige Zeitzeugnisse
Artikel der Goslarschen Zeitung am Freitag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Fest sind Gurte um die kleine Haube der Markt­kirche geschlungen. Mit leisem Knacken spannen sie sich, als der Kran das Bauwerk in die Höhe zieht. Es dauert nur wenige Minuten, dann hat der Glocken­turm seine Bedeckung wieder. Gleich darauf wird auch die neue Wetterfahne aufgesetzt.

Die Armbanduhr ist noch längst nicht erfunden, da verkündet die Uhr des Glocken­turmes der Marktkirche in Claus­thal-Zellerfeld schon, welche Stunde es geschlagen hat. Am Freitag zeigte sie kurz nach an, als die kleine Haube an ihren angestammten Platz auf dem Glocken­turm zurückkehrt. Schon seit Monaten steht sie vor Europas größter Holz­kirche. Mit viel Liebe zum Detail war sie wie ihre große Schwester in Elvers­hausen bei Katlenburg restauriert worden. Elemente wie der so genannte Schwellen­kranz und der innere Stern, die das Grund­segment der kleinen Haube bilden, waren stark von Fäulnis befallen. Am Ende erhielt sie zudem eine neue Deckung aus Blei.

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Marktkirchensanierung:
Bauabschnitt abgeschlossen
Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem

Clausthal-Zellerfeld. Seinen offiziellen Abschluss erhält am Donnerstag der Bauabschnitt an der Marktkirche zum Heiligen Geist mit dem Auf­setzen der Bekrönung auf das südliche Treppenhaus II. Insgesamt mehr als 3 Mio. Euro wurden seit für die Sanierung des Gotteshauses eingesetzt.

Mit 410.000  Kostenumfang war der nun zu Ende gehende Bauabschnitt 2.1, welcher die Sanierung des Treppen­turms mit Giebel und Dachabschnitt umfasste, einer der kleineren des insgesamt 10 Mio.  umfassenden Gesamt­projekts zur Rettung der größten Holz­kirche West­europas. Mit dem Glocken­turm steht der Gemeinde im nächsten Jahr der schwerste Brocken der Markt­kirchen­sanierung bevor. Seine Sanierung einschließlich der Reparatur der drei historisch wertvollen Glocken und der Restaurierung der Wetter­fahne sind mit insgesamt rund 2,8 Mio.  veranschlagt. Haupt­schwierigkeit ist der Umstand, dass die Maßnahme nicht »geteilt« werden kann, sondern in einem Stück erfolgen muss.

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Marktkirche: Hilfe kommt von vielen Seiten
Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem

Clausthal-Zellerfeld. Fieberhaft arbeitet die Claus­thaler Marktkirchen­gemeinde daran, den vorzeitigen Abbau des instabilen Glockenturms zu ermöglichen. »Die Statiker sagen, wir können nicht länger warten«, betont deren Vorsitzende Dorothee Austen. Inzwischen ist weitere Finanzierungs­hilfe zugesagt worden, um das nötige Geld zusammen­zubekommen.

Noch während Claus­thal-Zellerfelds sächsische Partnerstadt Freiberg ihre Bürgerschaft aufgerufen hat, ebenfalls für die Sanierung der größten Holz­kirche Deutschlands zu spenden, sind deren Angaben über die Deckungs­lücke für den Ab- und Neu­aufbau des Glocken­turms (Gesamtkosten: 2,3 Mio. ) von den Ereignissen überholt worden. Nachdem die Landes­kirche Hannover in Aussicht gestellt hat, ihren Beitrag von 360.000  auf 600.000  aufzustocken und auch von anderer Seite Zusagen eingetroffen sind, ist die Deckungs­lücke von zunächst 850.000  auf 235.000 ; geschrumpft. Größter Sponsor ist dabei die Hermann Reemtsma Stiftung mit einem groß­zügigen Beitrag in Höhe von 500.000 . Die jüngste Zusage kommt von der Stiftung Stahlwerk Georgs­marien­hütte, die von Jürgen Großmann, einem ehemaligen Studenten der TU Claus­thal, ins Leben gerufen wurde: Von ihr hat die Markt­kirchen­gemeinde schon 75.000  bekommen. Ursprünglich war die Bau­maßnahme für die Jahre / geplant. »Wir brauchen noch von allen Geldgebern die Zusage für den vorzeitigen Beginn«, betont Dorothee Austen. Einige hätten bereits grünes Licht gegeben. Dies sei Voraus­setzung dafür, eine sonst notwendige zweite Absicherung des Glocken­turms zu vermeiden. »Die würde uns nach letzten Schätzungen nochmals 100.000  kosten.«

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Kampf um Rettung der Marktkirche:
Neigung steigt auf 32 Zentimeter
Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem

Clausthal-Zellerfeld. Der Zustand der Marktkirche Claus­thal ist noch schlechter, als bisher angenommen. Um 32 Zentimeter weicht der Glocken­turm mittlerweile aus dem Lot, im Innern der Haube beginnen sich die hölzernen Stiele zu verdrehen. Auch der Treppen­giebel ist in Bewegung.

Die Sanierung des zweiten südlichen Treppen­hauses ist mit 320.000  der kleinste Bauabschnitt des auf mehrere Jahre ausgelegten 10-Mio.-Euro-Gesamt­projekts. Sie soll im Mai beginnen, die Finanzierung steht. »Mittler­weile hat es sich aber herausgestellt, dass wir es auch hier wieder fast mit einer Notmaßnahme zu tun haben«, sagt Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen. Der Treppen­giebel »schiebt« nach Süden, er wird von den im Fachwerk wirkenden Kräften nach vorn herausgedrückt – deutlich zu erkennen an der Neigung des Knaufs auf der Giebelspitze. Die Fachleute schreiben den desolaten Zustand der größten Holz­kirche Deutschlands zum großen Teil einer zwar »gut gemeinten«, dem Gebäude aber sehr unzuträglichen Sicherungs­maßnahme im 19. Jahrhundert zu: Beim Bau des Glocken­turms hatten die alten Meister den Glocken­stuhl wohl­weislich auf ein separates Fundament gesetzt, das keinerlei Verbindung zum Fachwerk­gerüst des Turms hatte. »Auf diese Weise wurde wirksam verhindert, dass beim Läuten der Glocken Schwin­gungen auf Turm und Kirchen­schiff übertragen wurden«, erklärt Bernd Gisevius, der sich mit der Geschichte der Markt­kirche über Jahre beschäftigt hat. Im 19. Jahrhundert aber habe man den Glocken­stuhl verstärkt und durch starke Bolzen starr mit dem Fachwerk verschraubt. Dies erweise sich heute als folgenschwerer Fehler, denn Turm und Kirchen­schiff seien seitdem den Vibrationen ungedämpft ausgesetzt gewesen.

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Kirchturm wird abgestützt

Gefahr im Verzug – Für Sanierung
werden 1,95 Mio. € gebraucht

von Bettina Ebeling – Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Vier starke Fichtenstämme, jeder rund 20 Meter lang, müssen den großen Glockenturm der Markt­kirche bis zu dessen Sanierung in der Senkrechten halten. Gestern begannen die Zimmerleute mit der Montage der vom Statiker berechneten Holz­abfan­gungen, die am Boden in Stahlbeton­füße gesetzt und an der Süd- und Westwand des Turms mit Bohlen­riegeln verankert werden.

Während der Bauarbeiten an Dach und Nordseite des Haupt­schiffes war fest­gestellt worden, dass sich der Glocken­turm durch Schäden am Fundament nach Südwesten neigte – ein Vorgang, der in den zurückliegenden Wochen dramatisch an Tempo zunahm. Der Turm ist inzwischen um mehr als 17° aus dem Lot gewichen, die Neigung ist mit bloßem Auge deutlich zu sehen. »Jetzt ist Gefahr im Verzug«, sagt Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen, zumal auch der Treppenhaus­giebel auf der Südseite begonnen habe, »nach vorn zu schieben«. Möglicherweise sei aus­gerechnet die Stabilisierung des nordöstlichen Kirchen­schiffs Ursache dafür, »dass die anderen Teile schneller in die Knie gehen«.

Die Notsicherung des Turms reißt ein neues Loch in die knapp kalkulierte Sanie­rungskasse: Rund 20.000  extra kostet die Abstützung einschließlich Holz, Trans­port, Gerüst und Nebenarbeiten. »Wir müssen schnellst­möglich die 1,95 Mio.  für den Glockenturm zusammenbekommen«, sagt die Vorsitzende. Das Treppen­haus soll als »kleiner Bauabschnitt« (rund 300.000 ) saniert werden, ist die vor­gezogene Turmsanierung geplant.

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Weitere 2 Millionen Euro sind nötig

Bauabschnitt an Marktkirche abgeschlossen
– Turm neigt sich: Zweite Glocke muss stillgelegt werden

von Bettina Ebeling – Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem

Clausthal-Zellerfeld. Mit dem Aufsetzen des Knaufs auf den mitt­leren nördlichen Treppenturm der Marktkirche zum Heiligen Geist wurde gestern der Bauabschnitt abgeschlossen. Es gab aber auch schlechte Nach­richten: Der große Turm muss abgestützt und die zweite Glocke stillgelegt werden.

Nach dem Erntedankfest am müsse das Geläut zur Restaurierung ins Glocken­schweiß­werk gebracht werden, sagte Kirchen­vorstands­vorsitzende Dorothee Austen. Das Gerüst, das die Arbeiter noch während der kleinen Feierstunde mit Gemeinde­mitgliedern, Pastoren und Ehrengästen von der Nordwand des Gottes­hauses abzubauen begannen, wird Anfang nächster Woche am großen Glocken­turm errichtet, der sich, wie bereits berichtet, zunehmend nach Südwesten neigt und abgestützt werden müsse.

»Wir hoffen, im Lauf des kommenden Jahres die 2 Mio.  für die Sanierung des Glocken­turms zusammen­zubekommen, so dass er im Jahr saniert werden kann«, sagte Austen. »Die Anstrengungen dafür sind enorm. Bitte helfen Sie uns weiterhin«, wandte sie sich an die Vertreter aus Kommunal­politik, Wirtschaft und Bürgerschaft.

Den bisherigen Spendern und Sponsoren der insgesamt rund 10 Mio.  teuren, in vier Bauabschnitten bis geplanten Kirchen­sanierung, sprach die Kirchen­vorstands­vorsitzende ebenso ihren Dank aus wie auch Architekten und Bau­firmen. Besonders gewürdigt wurden gestern diejenigen, die die neuen Fenster des Gottes­hauses finanziert haben. So hatten beispiels­weise Schüler der Realschule vom Erlös eines Kuchen­basars zwei Fenster »gekauft«. Die Bergstadträte mit Bürger­meister Michael Austen an der Spitze hatten Sitzungs­gelder gespendet, Privatleute finanzier­ten weitere Fenster. Ihre Namen stehen auf einer Tafel, die Dorothee Austen gestern enthüllte und die bis zum Abschluss der Bau­arbeiten ihren Platz in der Winter­kirche haben soll. Bilder dieser Tafel überreichte die Vorsitzende den Spendern.

»Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen«, zitierte Pastorin Andrea Siuts einen Satz, der König Salomon im Zusammen­hang mit dem Tempelbau vor 3.000 Jahren zugeschrieben wird. Sie wie auch Lothar Lohff, Präsident des Landes­bergamts und Vorsitzender des Förder­vereins zur Rettung der Marktkirche, würdigten das außer­gewöhnliche gemeinsame Engagement zur Erhal­tung des einmaligen, 2.000 Menschen Platz bietenden hölzernen Kirchen­bauwerkes des Oberharzer Bergbaus.

Der neue Knauf auf dem Giebel über der Berg­hauptmanns­loge symbolisiert die himmlische Vollkommenheit. Mit ihr ist das Fünfeck der bekrönten Treppen­türme, die den Kirchen­raum umschließen, geschlossen und die Kirche symbolisch vor allen Übeln geschützt. Die Kugel enthält den Gemeinde­brief, die Goslarsche Zeitung vom Tage, Bau-Informationen und eine Broschüre des Landes­amts für Bergbau, Energie und Geologie.

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Benefizveranstaltung am
in der Adolph-Roemer-Straße

 
am , von bis . Mit dabei: der Posaunenchor, die Kleine Chor der Robert-Koch-Schule, der Zauberer Danny, Ruths Märchenstunde bei Grosse ( und ). Kirchentaler, Weih­nachts­bäume, Zinnfiguren, Glüh­wein, Bratäpfel, Kon­fitüren, Kekse, Bücher, Kon­fitüren, Glühwein, Bratäpfel, Bücher, Kekse, u.a.m. Veranstal­tet vom Lions Club Oberharz und dem Rotary Club Claus­thal-Zellerfeld.
 

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Punsch, Räuchermann und Schwibbogen

Loge »Georg zur gekrönten Säule« und Ernst Nolte unterstützen Kirchen und ZIG mit Spendenaktion

von André Bertram – Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem

Clausthal-Zellerfeld. Im Landesbergamt fand am Montag die Spenden­übergabe der Aktionen der Loge »Georg zur gekrönten Säule« und Ernst Noltes des vergangenen Claus­thaler Weihnachtsmarktes statt. Für jeden verkauften Schwibbogen in Form der Marktkirche oder Sankt-Salvatoris-Kirche spendet Ernst Nolte, Inhaber des Oberharzer Drechsler­stübchens, zusätzlich 30  für das Bauwerk, das als Motiv er­standen wurde.

Neu im Angebot / war neben dem Sankt-Salvatoris-Schwib­bogen auch ein Räucher­männchen in Form eines einfachen Harzer Bergmanns um . Von dessen Verkauf­erlös floss ebenfalls ein Teil in die Spenden­summe ein.

Es handele sich um einen einfachen Oberharzer Bergmann des Königreichs Hannover, erklärte der Vorsitzende des »Förder­vereins zum Erhalt der Claus­thaler Holz­kirche« und Präsident des Landes­bergamts Claus­thal-Zellerfeld, Lothar Lohff. Den Bergmann hatte Ernst Nolte nach Akten­einsicht im Landes­bergamt vorlagen­getreu gestaltet. »Die Bergleute waren im Original etwas schlanker, dieser sieht aber gemütlicher aus«, sagte Lothar Lohff lächelnd und betrachtete das Räucher­männ­chen, das wohl etwas runder sein darf.

Erfolg macht Mut: Ernst Nolte plant nun, nach der ersten Figur, bereits eine Art Oberharzer Bergparade – quer durch die Stände des königlich-hannover­schen Bergmanns Anfang des 19. Jahrhunderts.

Auf dem Weihnachtsmarkt war diesmal auch die Claus­thal-Zellerfelder Loge »Georg zur gekrönten Säule« mit einer Punschbude für den guten Zweck vertreten. Schecks über je 500  übergaben die Loge-Vertreter Rolf Viehweger und Wolfgang Wiese an Gerhard Koch von der Zellerfelder Interessen­gemeinschaft (ZIG) sowie an den Förder­verein der Marktkirche.

Lothar Lohff und Christian Richter durften darüber hinaus stellvertretend für den Förder­verein einen Scheck über 750  von Ernst Nolte entgegen nehmen. Die Kirchen­gemeinde Sankt Salvatoris erhielt 120 , da lediglich vier Schwib­bögen verkauft wurden.

Der Förder­verein hat seit seinem Bestehen bereits rund 19.000  an Spenden für die Claus­thaler Marktkirche gesammelt, berichtete Lohff.

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Ministerpräsident Wulff
wünscht sich »TU Goslar-Claus­thal«

Ministerpräsident Wulff spendet der Marktkirche
privat ein Fenster

von Oliver Stade – Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem

Clausthal-Zellerfeld. Schon wieder fit zeigte sich Ministerpräsi­dent Wulff (CDU) nach seiner Nieren­stein­operation vom Wochenende am späten bei seinem Besuch in Claus­thal-Zeller­feld. Er begut­achtete die Sanierung der Marktkirche, bevor er seine Meinung über eine »Hoch­schul­einheit« äußerte und auf Einladung der evangelischen Studenten­gemeinde (ESG) ein Referat über »Politik in christlicher Verantwortung« hielt.

Der Minister­präsident wür­digte das Gottes­haus als Bauwerk von hohem Rang sowie als Gesamt­kunstwerk und lobte in einer kurzen Ansprache in der gut besuch­ten Kirche die viel­fältigen Anstrengungen zur Sanierung. Dabei machte er den Oberharzern für den Fortgang der Arbeiten Mut, die voraus­sichtlich bis zu 10 Mio.  kosten werden: »Mit kleinen Schritten werden wir es gemeinsam schultern.« Eigens für den Gast aus Hannover wurde eine Fuhre Holz vor der Kirche abgelagert.

Über die schwere Vereinbarkeit von christlicher Verantwortung in der Politik sprach Minister­präsident Christian Wulff später im komplett gefüllten Cutec-Saal der TU. Auf Einladung der evange­lischen Studenten­gemeinde hielt der Minister­präsident dort im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik einen Vortrag. Als bestes Beispiel für die schwere Vereinbarkeit von christ­lichem Handeln in der Politik nannte er die Streichung des Landes­blinden­geldes. Dieser Sachverhalt gehöre zu den komplexen Themen, die sich kaum vermitteln lassen, meinte Wulff. Dennoch nutzte er die Gelegenheit dazu: Von 11.000 Blinden in Nieder­sachsen seien rund drei Viertel altersblind, das bedeute, dass die Menschen in der Regel in der Rente seien und Reich­tümer angehäuft hätten. Deswegen müsse es erlaubt sein, nach der Bedürftig­keit zu fragen. »Aus der christ­lichen Verantwortung heraus müssen die starken Schultern mehr tragen als die schwachen«, sagte der Minister­präsident. Mehrere Anfragen aus dem Publikum, zu dem ausgesprochen viele Studenten gehörten, nahm Wulff als Anregung mit nach Hannover, um daran zu arbeiten. Dazu gehörte etwa auch die Frage nach der Bewertung der Größe einer Uni in einem Ranking. Eine Studentin meinte, dass viele Abgänger einer Massen­universität den Ruf in der Wirtschaft stärker beeinflussten, als wenige Absolventen einer kleinen Uni, wie etwa die Technische Universität. Ohne etwas über die Qualität auszusagen. Diese Kritik nahm Wulff an und stimmte auch zu, dass die Wirtschaft nicht komplett die Bildung beeinflussen dürfe.

Die »Bombe« ließ Wulff nach der Rede platzen, als er den Wunsch nach einer »TU Claus­thal-Goslar« äußerte. Samt­gemeinde­ratsherr Wolfgang Mönke­meyer hatte im Vorfeld geäußert, es bestehe ein »permanenter Wunsch«, die TU nach Goslar zu holen. »Zwar ist eine Hochschule nicht allein für eine Stadt da«, erklärte er weiter. Dennoch hätten die Oberharzer »Angst, dass die Hoch­schule nach Goslar« gezogen werde. Christian Wulff hält solche Betrachtungen für nicht zeitgemäß. Man müsse eine Hochschul­einheit finden, die stärker in die Region ausstrahle, sagte er und gab ein Beispiel, wie dies geschehen könne. Werde ein neuer Lehrstuhl gegründet, sei es sinnvoller, dafür ein vorhandenes Gebäude in Goslar zu nutzen, als ein neues in Claus­thal-Zellerfeld zu bauen. Konkrete Pläne dafür gibt es allerdings nicht, wie es auf Anfrage aus dem Wissen­schafts­ministerium in Hannover heißt.

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Benefizveranstaltung am in der Adolph-Roemer-Straße

am Sonnabend, dem , von bis Uhr. Mit dabei: der Posau­nenchor, die Drei Zackels, der Zauberer Danny. Kirchentaler, Weih­nachts­bäume, Zinnfiguren, Konfitüren, Glühwein, Bratäpfel, Bücher, Kekse, u.a.m. Veranstaltet vom Lions Club Oberharz und dem Rotary Club Claus­thal-Zellerfeld.

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Bauarbeiten haben begonnen
von Lothar Lohff, Erster Vorsitzender dieses Förder­vereins –

 
Die Arbeiten zur Rettung von Sankt Holz haben am begonnen. Gerüst, Kran und Bauabsperrung sagen: Endlich geht es los. Die erfahrenen Firmen Spitzer, Mönning und Bade haben beim ersten Unter­abschnitt des ersten von vier Bauabschnitten das Fachwerk an der Nordostecke der Kirche freigelegt und das morsche eichene Schwellholz ausgebaut. Anschließend wird zum Schutz vor Niederschlags­wasser das Bruchstein­fundament erhöht und eine zeitgemäße Trenn­schicht zwischen die Naturstein­mauerung und den neuen Eichen­balken verlegt. Die Dach­balken in diesem Bereich werden weit­gehend ausgewechselt (insbesondere im Bereich der beiden Treppen­häuser) und das Dach erneuert.

Die benötigten 430.000  wurden von

  • der Landeskirche Hannover,
  • der Klosterkammer,
  • der Kirchen­gemeinde,
  • dem Kirchenkreis und
  • unserem Förder­verein finanziert.

Der Rest des ersten Bauabschnittes ist für das Jahr geplant; dabei soll der ganze Bereich östlich des Altars saniert werden. Die Finanzierung hierfür ist noch nicht gesichert.

Finanzierungsanträge bei

  • der Bezirksregierung Braunschweig,
  • der Stiftung Deutsche Denkmalpflege und
  • der Lottostiftung sind gestellt.

Ich bitte Sie dringend um Spenden, damit das Werk gelingen kann. Auch in knappen Zeiten ist es im wesentlichen der Bürgersinn, der in seiner Verantwortung für das kulturelle Erbe dieses einmalige Kirchen­bauwerk des Oberharzer Bergbaus retten kann. Bitte überweisen Sie an den Förder­verein zum Erhalt der Claus­thaler Holz­kirche auf das Konto 99 999 700 bei der Volksbank im Harz eG, BLZ 268 914 84. Vergessen Sie wegen der Spenden­bescheinigung Ihren vollständigen Absender nicht! (Notfalls Betreff-Zeile.)
 

Austausch der Schwellhölzer. Links: So verrottet sind die Schwellhölzer. Mitte: Dort steckt noch eines darin. Rechts: Ein Edelstahl­blech sperrt die durch den steinernen Sockel aufdringende Feuchtig­keit, um die neuen Schwellhölzer zu schützen.

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Sanierung von Europas größter Holz­kirche
hat begonnen
Evangelischer Pressedienst – veröffentlicht in der Welt am

Die Sanierung von Europas größter Holz­kirche in Claus­thal-Zellerfeld hat begonnen. Für die Renovierung wird so genanntes »Mondphasen-Holz« benutzt, das bei ab­nehmendem Mond geschlagen wird und als besonders trocken und widerstandsfähig gilt.

Die historische Marktkirche »Zum Heiligen Geist« muss nach Angaben der Kirchen­gemeinde nahezu komplett renoviert werden. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich nach den bisherigen Schätzungen auf über zehn Mio. Euro. Für den jetzt begonnenen ersten Bauabschnitt haben die hannoversche Landes­kirche, die Kloster­kammer Hannover und der evangelische Kirchenkreis Claus­thal-Zellerfeld Mittel bewilligt. Die Gemeinde beteiligt sich ebenfalls an der Finanzierung. Auch zahlreiche Einwohner und Vereine aus Claus­thal-Zellerfeld haben Geld für die Renovierung gespendet. Bis Ende kamen so mehr als 100.000  für den Erhalt der im Volksmund »St. Holz« genannten Kirche zusammen. Die Kirche wurde bis erbaut. Harzer Bergleute, die sich trotz des Dreißig­jährigen Krieges gute Geschäfte erhofften, bezahlten den Bau.

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Schirmherr: Ministerpräsident Christian Wulff
von Pastor Martin Henzelmann ( ) –

Den Ministerpräsidenten Niedersachsens als Schirmherren für das Projekt »Sanierung der Marktkirche in Claus­thal« zu gewinnen, ist durch die Vermittlung des Landtags­abgeordneten Rudolf Götz gelungen.

Begründung und Zielsetzung haben Professor Dr. Ludwig Wilke, Lothar Lohff, der Präsident des Landesbergamtes, und Pastor Martin Henzel­mann in einem Brief erläutert:

1. Es geht um die Anerkennung der historischen Bedeutung und die Würdigung der Verdienste dieser Region, also um die historische Verpflichtung zur Bewahrung des kulturellen Erbes.

2. Zum anderen wird dadurch demonstriert, dass der Harzregion in Hannover Aufmerk­samkeit und wohl­wollendes Interesse entgegen­gebracht wird.

Die Ermutigung der vor Ort so aktiven Unterstützung, aber auch die Wirkung in die weitere Öffentlichkeit hinaus, bis hin zu den potentiellen Geldgebern, und damit eine wesentliche Unterstützung bei dem Bemühen um die erforderlichen finanziellen Mittel erhoffen sich die Briefschreiber und der Kirchen­vorstand.

Mit entsprechendem Informations­material über die Marktkirche zum Heiligen Geist wurde der Brief von Herrn Götz an den Minister­präsidenten Christian Wulff weiter geleitet.

Dieser hat gerne – so teilte er jetzt in seinem Antwort­schreiben an die Initiatoren mit – die Schirm­herrschaft übernommen und wünscht »viel Erfolg für das Gelingen«.

Der Kirchen­vorstand freut sich darüber, dass unsere Marktkirche in Regie­rungs­kreisen Hannovers wieder bekannt wird wie vorher beim früheren Wissen­schafts­minister J. Oppermann, der sich ja auch für die Marktkirche eingesetzt hat.

Mit der Übernahme der Schirmherr­schaft identifiziert sich der Minister­präsi­dent auch mit unserer Zielsetzung, die Marktkirche zu erhalten, und verleiht diesem Vorhaben seine Protektion.

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Renovierung der Marktkirche
von Pastor Martin Henzelmann ( ) –

Im vergangenen Jahr war eines der südlichen Treppenhäuser instand gesetzt worden. Für das Jahr ist geplant, in einem nächsten Schritt nun den östlichen Teil der Kirche mit den entsprechenden Fenstern und – wenn möglich – auch das daran anschließende nördliche Treppenhaus (Zugang zur Orgel) in Angriff zu nehmen. Mit Frau Kirchenrätin Henrike Schwerdt­feger, Frau Baudirektorin Eilhardt-Braune, Frau Körner vom Amt für Bau- und Kunstpflege (Außenstelle Göttingen) und Herrn Lott vom Amt für Bau- und Kunstpflege diskutierten wir im März über Finanzierungs­möglichkeiten der Baumaßnahmen.

Als Ergebnis lässt sich zunächst festhalten, dass die vier Bauabschnitte in kleinere Teilabschnitte untergliedert werden müssen. Ein Grund ist die relativ kurze Bauzeit im Harz. Farben und Materialien sind nur bei gewissen Grund­temperaturen zu verbauen. Ein zweiter Grund ist die derzeitige Finanzlage auch in unserer Landeskirche.

Aber immerhin: Ein Finanzierungs­plan für den ersten Unterabschnitt ist inzwi­schen aufgestellt. Das Landes­kirchen­amt stellt danach 200.000 , der Kirchenkreis 10.000 , die Kirchen­gemeinde 120.000  zur Verfügung. Bei der Kloster­kammer habe ich einen Antrag auf Bezuschussung dieser Maßnahme in Höhe von 10.000  gestellt. Eine Zusage liegt allerdings noch nicht vor.

Auch bei anderen Drittmittel­gebern sind entsprechende Anträge zur Mitfinan­zierung für den ersten großen Bauabschnitt im Jahre gestellt worden. Auch hier wird noch geprüft. Und das ist der Grund, warum Sie noch kein Baugerüst an der Kirche sehen.

Wenn wir bereits jetzt ohne die notwendigen Bescheide der Zuwendungs­geber mit den Renovierungs­maßnahmen beginnen würden, könnten die Zuwendungs­geber davon ausgehen, dass wir offenbar über genügend Eigenmittel verfügen und ohne »Fremdhilfe« die geplanten Maßnahmen durchführen könnten. Eine Absage der Drittmittel­geber wäre damit mehr als wahrscheinlich.

Anträge auf Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahme­beginns – also vor der Erteilung eines ventuellen Zuwendungs­bescheides – sind inzwischen gestellt worden. Positive Antworten liegen diesbezüglich vor. Wir warten jetzt nur noch auf die Zusage der Klosterkammer, den ersten Teilabschnitt mit zu finanzieren.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal dankbar darauf hinweisen, wie sehr unsere Landes­kirche bemüht ist, gerade auch in unserem Kirchenkreis die Bauprojekte zu unterstützen. Da sind eben auch die Kirchen­gemeinden Zellerfeld, Hahnen­klee, Lauten­thal und Altenau, die ebenso wie wir dringend ihre Gottes­häuser sanieren müssen.

Jedenfalls haben wir aus dem Landes­kirchen­amt viel Wohl­wollen und Bereit­schaft erfahren, uns bei unseren doch sehr aufwendigen Bemühungen um die Sicher­stellung der Finanzierung für die Instand­setzung unserer Marktkirche zu helfen.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bald mit den Aus­schreibungen für die Bau­maßnahmen beginnen können und ein erster Teil­abschnitt des ersten Bau­abschnittes in diesem Jahr fertig­gestellt werden kann.

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Rettet Sankt Holz

1.200 Schülerinnen und Schüler liefen für die Marktkirche

von Christian Hesse, Rektor der Grundschule Graupenstraße in Claus­thal-Zellerfeld –

»Es geht um die Kirche« – So lautete das Motto einer Laufveranstaltung, die am Donnerstag, dem , rund um das Gebäude der Marktkirche »Zum Heiligen Geist« stattfand.

Wie in der Goslarschen Zeitung bereits berichtet, bemühen sich auch die Schulen in Claus­thal-Zellerfeld um die Erhaltung der größten Holz­kirche Mitteleuropas. Vor erbaut, sind im Laufe der Zeit erhebliche Bauschäden entstanden, die mit Millionen­aufwand saniert werden müssen.

Durch die Laufaktion sollte die Verbunden­heit der Claus­thal-Zellerfelder Bevölkerung mit »ihrer« Marktkirche deutlich wer­den, denn für die Sanierung sind derzeit Kosten von insgesamt 10 Millionen € für vier Bauabschnitte veranschlagt. Diese Summe muss von der Kirchenbau­kasse bereit­gestellt werden und die Notwendigkeit dieser Investition soll dort verdeutlicht werden.

Im Vordergrund stand dabei der Ausspruch von John F. Kennedy »Frage nicht, was die Gemeinschaft für dich tun kann – frage, was du für die Gemeinschaft tun kannst!« Gemeinsinn war also gefragt und Anmeldungen von 1.200 Schülern lagen vor. Aus organisato­rischen Gründen wurde diese große Anzahl von Läuferinnen und Läufern in verschiedene Gruppen eingeteilt, die nacheinander liefen. In einer vorgegebenen Laufzeit von 20 Minuten pro Startergruppe sollten die Läufer das Gebäude so oft wie möglich umrunden. Es konnten Sponsoren gewonnen werden, die einen bestimmten Geldbetrag für jede gelaufene Runde spenden. Spenden­zusagen lagen sowohl für einzelne Läufer als auch für die jeweiligen Schul­klassen vor. Darüber hinaus haben schon zahlreiche Einzel­spender einen Betrag auf das Konto der Marktkirchen­gemeinde überwiesen.

Um 9 Uhr morgens eröffnete Landes­super­intendent Gorka die Veranstaltung gemeinsam mit Landes­bergamts­präsident Lohff, der sich als Vorsitzender des Förder­vereins Marktkirche besonders für die Rettung des Gebäudes einsetzt.

Im Rahmenprogramm sorgte die Schülerband der Georg-Diederichs-Schule für den musika­lischen Hinter­grund, zahlreiche Eltern, das Studenten­werk und die Evangelische Studenten­gemeinde sorgten für das leibliche Wohl.

Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das Technische Hilfswerk und die Kurbetriebs­gesellschaft, die ein Betreuerzelt und den Bühnen­wagen kostenlos zur Verfügung stellen.

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Toller Erfolg für Sponsorenlauf

Mehr als 1.000 Schüler liefen um die Kirche, was das Zeug hielt – Großes Lob für Aktion »Rettet Sankt Holz«

von Holger Funke – Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem

Clausthal-Zellerfeld. Mit hochrotem Kopf kommt Svenja durch die Ziellinie. »Neun Runden habe ich schon geschafft«, erklärt die achtjährige Grundschülerin der Bremerhöhe mit fliegendem Atem. Unter dem Motto »Rettet Sankt Holz« ging es am rund um die Marktkirche – beim großen Sponsorenlauf, an dem sich sämtliche Schulen der Bergstadt beteiligten.

Landes­super­intendent Eckhard Gorka freute sich über das große Engagement aller Beteiligten für den Erhalt des sanierungs­bedürftigen Gottes­hauses. »Es ist eine fabelhafte Idee, dass die Christen- und Bürgergemeinde sich gemeinsam für dieses besondere Bauwerk einsetzen«, sagte der Schirmherr in seiner Begrüßung.

Auch der Vorsitzende des Förder­vereines für den Erhalt der Marktkirche, Lothar Lohff, war des Lobes voll. »Mit einfachen Maßnahmen können wir gemeinsam viel erreichen«, betonte der Vorsitzende.

Den Auftakt bildeten bei zunächst nebligem Wetter gegen die Schülerinnen und Schüler der Grund­schule Graupenstraße. Rund 1.300 Aktive beteiligten sich an dem Lauf. Geldgeber wurden teilweise durch die Schüler in Eigeninitiative eingeworben. So überzeugten Gymnasiasten der Robert-Koch-Schule den Präsidenten der Technischen Universität Claus­thal, Prof. Dr. Ernst Schaumann, von dem guten Zweck dieser Aktion.

Die Idee dazu stammt vom Leiter der Grundschule Graupenstraße, Christian Hesse. Schon im vergangenen Jahr hatte er gemeinsam mit dem Rotary Club Claus­thal-Zellerfeld einen Sponsorenlauf zur weltweiten Bekämpfung der Kinder­lähmung organisiert. »Der große Erfolg hatte uns zu einer Neuauflage ermutigt«, erklärte der engagierte Initiator dieser Veranstaltung.

Der Auftritt der Schulband »Generation Nine« unter Leitung des Lehrers Rainer Buhl sorgte mit echten Rock-Klassikern für den passenden musikalischen Rahmen. Ein Kamera­team des NDR-Regional­fernsehens hielt die Veranstaltung in Wort und Bild fest und führte einige Interviews mit den »Machern« und anderen Beteiligten – für eine Ausstrahlung noch am selben Abend in »Hallo Niedersachsen«.

Schon das vorläufige Ergebnis ist beachtlich. Die zahlreichen Helfer zählten insgesamt 13.395(!) gelaufene Runden – das entspricht insgesamt 2.143 Kilometern, die von den eingeworbenen Sponsoren jetzt mit klingender Münze honoriert werden.

Im Vorfeld waren bereits rund 2.000  Spenden­gelder zugesagt worden, weiter­hin sorgten die zahlreichen Zuschauer durch ihren regen Besuch an der Kuchen­theke für zusätzliche Erlöse. Aus dem Button-Verkauf, der in den kommenden Tagen in der Innenstadt organisiert wird, erhofft sich Christian Hesse weitere Einnahmen. Bis Ende kommender Woche soll der Gesamt­betrag ermittelt sein, der ausschließlich für die Restaurierung der Marktkirche verwendet wird.

Der Samtgemeinderat würdigte dieses Engagement noch am Donnerstag­abend mit großem Beifall.

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