Förderverein für den Erhalt
der Clausthaler Holzkirche

Nachrichten

Jubiläumsjahr 2017: 500 Jahre Reformation
375 Jahre Marktkirche Zum heiligen Geist in Clausthal

Übersicht

Besseres Innenklima reduziert Folgekosten

Förderverein berät Sanierung der Marktkirche

von Jan Westphal – Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 4. November 2015

Clausthal-Zellerfeld. Von außen betrachtet macht die Marktkirche zum Heili­gen Geist eine gute Figur. Innen jedoch ist das von 1649 bis 1642 erbaute Gotteshaus stark sanierungsbedürftig.

Auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins für den Erhalt der Clausthaler Holzkirche betonte der Vorsitzende Rudolf Götz, dass zahlreiche und komplizierte »Baustellen« ein strukturiertes Konzept benötigten.

Im Gemeindehaus der Marktkirchengemeinde erklärte Restaurator Bernd Gise­vius die Schwierigkeiten einer umfassenden Sanierung. Die ständige Zugluft und die hohe Luftfeuchtigkeit schädigten besonders die kirchlichen Kunstwerke.

Auch hätten die vor 50 Jahren verwendeten Materialien der Wandverkleidungen eine substanzschädigende Wirkung »und das zwingt uns, was zu tun«, erläuterte Gisevius.

Das Orgelwerk müsse ebenfalls erneuert werden, was aber wiederum die Sanie­rung der Wände voraussetze. Im Mittelpunkt müsse daher die klimatische Verbesserung des Gebäudekerns stehen, so der Restaurator.

Kirchenvorstand-Vorsitzende Dorothee Austen informierte über die finanziellen Aspekte einer Innensanierung und wie man das Ziel bestmöglich erreichen könne. Beim Denkmalschutz besteht eine gemischte Zuständigkeit von Kirche und Staat. Allerdings behält sich der Staat grundsätzlich die gesetzliche Hoheit über den gesamten Denkmalschutz vor.

Dies beeinflusse auch das Clausthaler Projekt. Deshalb werde man Bauabschnitte definieren und dafür einzelne Finanzierungspläne aufstellen müssen. Langfristig, so Austen, reduzieren klimatechnische Investitionen die baulichen Folgekosten des Gotteshauses.

Die Außensanierung der Clausthaler Holzkirche konnte nach neun Jahren Bauzeit im Jahr 2010 vollendet werden. Sie kostete rund 10 Millionen Euro. Allerdings sei es damals einfacher gewesen, Mittel einzuwerben, erklärt Austen. Für das neue Projekt Innensanierung werde wohl ein weiterer Millionenbetrag erforderlich.

Bevor die Mitglieder sich in der Kirche ein Bild von den Sanierungsplänen machen konnten, standen Vereinsregularien, darunter die Neuwahlen des Vorstands, auf dem Programm. Zur Vorsitzenden des Fördervereins wählten die Mitglieder Dorothea Römpage. Der bisherige erste Vorsitzende Rudolf Götz ist nun zweiter Vorsitzender. Die Position des Kassenwartes hat Manfred Göring inne, Schriftführer ist Detlef Dornbusch.

Der Verein hat 143 Mitglieder. Gezielt sollen nun neue Mitglieder angesprochen werden, um die größte Holzkirche Deutschlands erhalten zu können.
 

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Berghauptmannsloge ist Pilotprojekt

Förderverein für den Erhalt der Clausthaler Holzkirche plant die Restaurierung – Schwierigkeit steckt im Detail

von Bettina Ebeling – Artikel der Goslarschen Zeitung am Montag, dem 27. Oktober 2014

Clausthal-Zellerfeld. Zuwachs bei Mitgliedern wie Kassenbestand und weiterhin viel Arbeit: Mit dieser Bilanz startet der Förderverein für den Erhalt der Clausthaler Holzkirche e.V. unter Vorsitz von Rudolf Götz ins nächste Vereinsjahr.

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung am Sonnabend stand das aktuelle Sanierungsprojekt: die Berghauptmannsloge der Marktkirche zum Heiligen Geist. Bei einer Begehung erläuterte Restaurator Bernd Gisevius Mitgliedern des Fördervereins die baulichen und farblichen Besonderheiten des einst prachtvollen Raums in der zweiten Empore, in dem seit dem späten 17. Jahrhundert die adeligen Bergoberen mit ihren Familien dem Gottesdienst folgten.

Die Restaurierung, für die der Förderverein ein Budget von 25.000 € einplant, gilt als Pilotprojekt der weiteren Innensanierung der Marktkirche, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der gemeinsamen Detailplanung mit der kirchlichen und welt­lichen Denkmalpflege.

Dazu sollen die historischen Untersuchungen abgeschlossen werden, denen sich Gisevius seit Längerem intensiv widmet. Schon jetzt zeige sich, dass dabei einmal mehr die Schwierigkeit im Detail stecke, zumal das Kircheninnere in den vergangenen Jahrhunderten bereits so manchen wenig feinfühligen Umbau und Anstrich erlebt habe.

Bauliche Aufgaben sind neben Decke und Fußboden sowie der Elektrik inklusive des vorgeschriebenen Rauchmelders die breiten Fensterfronten zum Kirchenschiff und zum Altarraum. Die Schiebefenster sind mit ihrem besonderen Funktions­mechanismus aus Hanfseilen und hölzernen Röllchen »ein einzigartiges Dokument der Geschichte der Fensterbaukunst«, so der Restaurator. Um sie wieder »gängig« zu machen, müssten jedoch viele Kleinteile passgerecht nachgefertigt werden.

Des Weiteren gelte es, die Frage der künftigen Nutzung zu beantworten – die heutigen »Berghauptleute« bei der Landesbergbehörde werden von ihrem historischen Privileg wohl keinen Gebrauch mehr machen. Wobei: »Den Schlüssel haben sie noch«, sagte Gisevius lächelnd.

Der Förderverein sammelt Spenden, die zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen ausschließlich in bauliche Projekte an der Kirche fließen. Im Kassenbericht informierte Dorothea Römpage über einen erfreulichen Zuwachs von rund 7.500 €, der das Finanzpolster auf rund 30.000 € anwachsen ließ. Die Mitgliederzahl stieg auf 143, zwei weitere kämen noch hinzu. Im neuen Wirtschaftsplan steht neben der Berghauptmannsloge auch eine weitere Auflage des Flyers, in dem der Förderverein über die Kirche und ihre Sanierung informiert und um weitere Mitglieder wirbt. »2000 Stück sind im Umlauf, die sind ratzfatz weg«, sagte sie. Um zu spenden, muss man nicht Mitglied sein, jedoch sehe sie die Mitgliederwerbung als vorrangig an, sagte Dorothea Römpage an.

Als Postkartenkalender erscheint in diesem Jahr der Adventskalender, dessen Erlös ebenfalls der Marktkirchensanierung zufließt. Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen hatte die ersten Exemplare mitgebracht und erläuterte das neue Konzept.
 

In der Berghauptmannsloge der Marktkirche zum Heiligen Geist: Restaurator Bernd Gisevius (2. v. re.) erläutert Mitgliedern des Fördervereins für den Erhalt der Clausthaler Holzkirche e.V. die Besonder­heiten des einst prachtvollen Raumes in der zweiten Empore. Die Restaurierung wird Pilotprojekt der Innensanierung der Kirche. Fotos von Bettina Ebeling
 

 

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Clausthaler Marktkirche bekommt
ihr endgültiges Farbkleid

Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 7. Juli 2013

Clausthal-Zellerfeld. Die Clausthaler Marktkirche zum Heiligen Geist trägt wieder Gerüst: In den nächsten Tagen beginnt der abschließende Anstrich in dem Blauton, den der Kirchenvorstand zusammen mit den Denkmal­pflegefachleuten im vergangenen Jahr festgelegt hatte.

»Der Endanstrich ist im Helligkeitswert genau so wie der Voranstrich, er hat nur einen größeren Anteil Kobaltblau«, sagt Malermeister Dieter Nietzel. Dieses hoch­wertige Pigment sei sehr »lichtecht«, bleiche also durch Sonne und Witterung nicht aus. Dazu trägt auch der Anteil von »sonnenoxidiertem« Leinöl bei, der diesem letzten Anstrich beigefügt wird. Solches Leinöl wird etliche Monate bis Jahre in Glasbehältern UV-Licht und Sauerstoff ausgesetzt, »es wird dabei richtig dickflüssig«, erklärt Nietzel. Freilich ist es auch recht teuer, »der Liter kostet um die 150 €.«

Die Farbmischung kommt fertig gereift von der schwedischen Spezial­firma Ottosson, die dieses jahrhundertealte Herstellungsverfahren recherchiert und für die Farbherstellung wiederentdeckt hat. Diese Leinölfarbe kommt völlig ohne jegliche Trockenstoffe und sonstige Chemie aus und ist dabei haltbarer als jede andere. »Sie bildet keinen Film, sondern verbindet sich mit dem Holz, neigt also auch nicht zum Abblättern, sondern bleibt elastisch.« Bedeutet unter anderem auch, dass der Anstrich nicht nach bestimmter Zeit komplett erneuert, sondern nur in Abständen je nach »Auswitterung« nachgeölt werden muss. »Langfristig ist er somit billiger«, sagt der Malermeister. bf

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Denkmalpflege gibt grünes Licht
für Marktkirche in Indigo-Blau

Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 7. August 2012

Clausthal-Zellerfeld. In der nächsten Woche beginnen die Malerarbeiten an der Clausthaler Marktkirche zum Heiligen Geist. Dem Kirchenvorstand liegt jetzt die Zustimmung der kirchlichen und weltlichen Denkmalpflege für ein Indigo-Blau vor, das etwas heller und gedeckter ist als das ursprünglich favorisierte mineralisch leuchtende Azurit.

»Bei dem dunklen Blau hat die Denkmalpflege nicht mitgemacht«, erklärte Restaurator Bernd Gisevius gestern bei einem nochmaligen Ortstermin mit Architekt Reinhard Lott und Kirchenvorstand Rolf Eisfelder. Grund sei unter anderem, dass die am Gebäude und in Rechnungen aus dem 17. Jahrhundert gefundenen historischen Belege zwar die blauen Erstanstriche (1655 und 1696) absicherten, jedoch nicht hundertprozentig die genaue Farbnuance.

Bereits übernächste Woche soll mit dem Voranstrich begonnen werden, kündigt Architekt Lott an und freut sich, »dass wir jetzt ins Rennen gehen können«. Zunächst komme die Nordseite an die Reihe. Die Farbe besteht aus reinem Leinöl und Pig­menten ohne kohlenwasserstoffhaltige Lösungsmittel nach historischen Original­rezepten.

Bei entsprechender Pflege soll sie mindestens 30 Jahre und länger halten. Der Voranstrich werde noch nicht das endgültige Blau zeigen, sondern etwas mehr ins Graublau gehen. Erst nach dem Aushärten folge 2013 der endgültige Anstrich.

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Beschlossen: Clausthals Marktkirche
bekommt historisches Blau zurück

Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem 3. Mai 2012

Clausthal-Zellerfeld. Der Entschluss steht jetzt fest: Die Clausthaler Markt­kirche zum Heiligen Geist soll ihr Azuritblau aus dem 17. Jahrhundert wieder bekommen. Einhellig sprachen sich am Mittwochabend die 14 gemeinsam tagenden Mitglieder des neuen und des alten Kirchenvorstandes dafür aus.

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Clausthaler Marktkirche zum Heiligen Geist
soll blau gestrichen werden

Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 14. März 2012

Clausthal-Zellerfeld. In kräftigem Blau soll die Marktkirche zum Heiligen Geist künftig leuchten, geht es nach dem Wunsch des Kirchenvorstandes. Vier Farbbanner, die jetzt an die Nordwand gehängt wurden, sollen der Meinungsbildung dienen, welcher Blauton es werden soll.

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Schweres Gerät in der Marktkirche:
Hängelampen werden ausgetauscht

Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 22. Februar 2012

Clausthal-Zellerfeld. In der Clausthaler Marktkirche hat die Erneuerung der veralteten Elektrik begonnen, nachdem Versicherung und TÜV dies wegen des Brandrisikos angemahnt hatten. Die Mittelschiffbeleuchtung muss komplett neu werden.

Dazu wurde am Mittwoch ein Hubsteiger mit einer senkrechten Arbeitshöhe von 23 Metern in den Mittelgang gefahren, was sich schwieriger als erwartet gestaltete. Auf ferngesteuertem Raupenfahrwerk zwischen Winterkirche und Kirchen­bänken angekommen, wurde es eng. Erst nach Entfernen zweier Kirchenbänke gelang es, das schwere Gerät, in Millimeterarbeit um 90° geschwenkt, in den Mittelgang zu fahren.

Hier folgten die nächsten Probleme: Weitere Kirchenbänke an den Arbeits­positionen der nächsten Tage verhinderten das Absenken der seitlichen Stützen, um die Arbeitsbühne standsicher ausfahren zu können. Also mussten auch diese Bänke demontiert werden.

Einen Hubsteiger für die Arbeiten zu verwenden, sei trotzdem wirtschaftlich sehr viel günstiger als die Kirche innen einzurüsten, erklärte Restaurator Bernd Gisevius, der die Sanierung der Marktkirche begleitet. Am Freitag werde der Mietlift wieder abgeholt. Bis dahin sollen die alten Lampen entfernt und die neuen vormontiert sein.

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»Kirche des Jahres 2011«:
Clausthaler Marktkirche auf Platz zwei

Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 17. Januar 2012

Clausthal-Zellerfeld. Große Freude in Clausthal: Die Marktkirche zum Heiligen Geist hat im bundesweiten Wettbewerb der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland um den Titel »Kirche des Jahres 2011« den zweiten Platz erreicht.

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Zehn Jahre Marktkirchensanierung:
Viele Geldquellen angezapft

Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 14. Juni 2011

Clausthal-Zellerfeld. Gleich drei Anlässe zum Feiern gab es am Pfingstsonntag in der Clausthaler Marktkirche: zehn Jahre Sanierung der größten Holzkirche Deutschlands, den 70. Geburtstag des Motors der Sanierung, Dorothee Austen, und den Geburtstag der Kirche weltweit.

Zum Gottesdienst mit anschließender Feier und Konzert am Nachmittag, begrüßte Pastorin Andrea Siuts die Kirchengemeinde und »all jene, die an der Marktkirche mitgearbeitet haben, Förderer und Handwerker«. Nach Abschluss der von verschiedenen Seiten geförderten Außensanierung muss die Kirchengemeinde nun die weiteren Arbeiten selbst finanzieren. Die neue Stiftung der Marktkirche soll dabei helfen.

Vor 369 Jahren wurde das Clausthaler Wahrzeichen am Pfingsttag geweiht. Die letzten zehn Jahre ließ Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen Revue passieren. Zugleich gab sie bekannt, dass Ministerpräsident David McAllister als Nachfolger von Christian Wulff die Schirmherrschaft für die weitere Sanierung übernommen hat. Eine »genaue Recherche« des Landes habe ergeben, dass die Schirmherrschaft weiter »gerechtfertigt ist«. Wichtige Punkte seien unter anderem die Klimastabilisierung, Elektroinstallation und Beleuchtung, Kunstschätze sowie die Orgel.

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Marktkirche: Erste Innenarbeiten
sollen zum 1. Advent fertig sein

Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem 11. November 2010

Clausthal-Zellerfeld. In der Marktkirche zum Heiligen Geist hat die Innen­sanierung begonnen. Statt der bisherigen »unansehnlichen und in der Handhabung gefährlichen Klappen« zum Kirchenschiff werden in der zweiten Empore Fenster eingebaut.

Die Maßnahme, die zugleich mehr Tageslicht in die Kirche bringt, sei sehr genau mit der Denkmalpflege überlegt worden, berichtete Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen jetzt in der Mitgliederversammlung des Fördervereins zum Erhalt der Clausthaler Holzkirche.

Die Kosten für alle Fenster zum Dachraum würden rund 200.000 € betragen. 150.000 € davon trage die Landeskirche Hannovers. »Auf der Nordseite werden sieben Klappen ersetzt, auf der Südseite zehn. Drei Klappen sowie weitere im Altarraum sind dann noch übrig. Wie wir damit umgehen, ist noch nicht geplant«, erklärte Austen, die nach Möglichkeit spätestens zum 1. Advent die laufenden ersten Innenarbeiten fertiggestellt und das Gerüst vorerst wieder aus dem Kirchenschiff heraus haben möchte.

Für die eigentliche Innensanierung bekomme die Marktkirchengemeinde keine Bundes-, Landes- oder landeskirchlichen Mittel.

Fast eine Million Euro an Eigenmitteln stecke bereits in der Sanierung der Markt­kirche. 15.000 € steuerte allein im letzten Jahr der Förderverein mit seinen aktuell 138 Mitgliedern bei.

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Marktkirche in Clausthal sieht Abschluss
der Außensanierung entgegen

Artikel der Goslarschen Zeitung am Freitag, dem 20. August 2010

Clausthal-Zellerfeld. Auf der Zielgeraden befindet sich die Außensanierung der Clausthaler Marktkirche zum Heiligen Geist. Gemeinde, Kirchenvorstand, Planer und Bauleute feierten am Freitag mit dem Aufsetzen der Bekrönung auf das Eingangstreppenhaus den baldigen Abschluss des diesjährigen, rund 1,6 Millionen Euro umfassenden Bauabschnitts »Hohes Dach«.

Seit 2001 laufen die Arbeiten an der 1642 geweihten Bergmannskirche, die in Fachkreisen als Referenz-Sakralbau von europäischem Rang gilt. Bislang sind rund 7,5 Millionen Euro in die Sanierung des Gotteshauses investiert worden.

Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen verband ihren kurzen Rückblick auf die bisher gelaufenen Bauabschnitte mit dem Dank an Planer und Handwerker, die speziell in diesem Sommer erst Dauerregen, dann extremer Hitze auf dem Blei-Dach getrotzt hatten, sowie an alle Sponsoren, private Spender und Stiftungen, die auch diesen Bauabschnitt wieder ermöglichten. Dem Förderverein zum Erhalt der Clausthaler Marktkirche seien neue Mitglieder weiterhin sehr willkommen.

Im kommenden Jahr wird die Sanierung im Inneren der historischen Holzkirche aus dem 17. Jahrhundert fortgesetzt. Restauriert werden sollen unter anderem Kanzel und Altar – beide von Andreas Gröber, einem der bedeutendsten Holzschnitzer des Frühbarocks, geschaffen – sowie die 1975 von der Göttinger Firma Paul Ott erbaute Orgel.

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Marktkirche: Außensanierung
steht vor dem Abschluss

Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 17. August 2010

Clausthal-Zellerfeld. Auf der Zielgeraden befindet sich die Außensanierung der Clausthaler Marktkirche zum Heiligen Geist. Am Freitag wollen Kirchenvorstand, Planer und Bauleute zusammen mit der Gemeinde feierlich die mit Dokumenten gefüllte goldene Kugel auf das Eingangstreppenhaus setzen.

Damit wird das Fünfeck der Treppenhäuser um die 1642 geweihte Bergmanns­kirche wieder geschlossen. In ihrer Zahl und Anordnung steckt uralte Symbolik. »Die Fünfzahl ist ein mythisches Schutzsymbol gegen teuflische und andere böse Mächte«, schreibt Restaurator Bernd Gisevius in seiner Dokumentation der Bau- und Kultur­geschichte der Clausthaler Holzkirche.

Der diesjährige Bauabschnitt umfasste unter anderem die Neueindeckung der Hauptdachflächen auf der Nord- und Südseite sowie – dank einer geglückten Auf­stockung des Finanzrahmens von 1,25 auf knapp 1,6 Mio. Euro – auch die Sanierung des Eingangstreppenhauses. Die Nordseite ist bereits fertig, auf der Südseite sind die Dachdecker noch emsig bei der Arbeit.

Alle Oberharzer, die dem Aufsetzen der Bekrönung auf das Treppenhaus und der anschließenden kleinen Feierstunde beiwohnen möchten, lädt der Kirchenvorstand herzlich dazu ein. Beginn ist um 11 Uhr.

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Marktkirche als »Kirche des Monats Juli« ausgezeichnet

Artikel der Goslarschen Zeitung am Freitag, dem 2. Juli 2010

Clausthal-Zellerfeld. Die Marktkirche zum Heiligen Geist ist mit dem Titel »Kirche des Monats Juli 2010« ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland ist mit 15.000 € dotiert, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit.

Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland ist eine Stiftung der Evangelischen Kirche und der evangelischen Landeskirchen. Seit 1999 hat sie nach eigenen Angaben mehr als 770 Förderzusagen für Sanierungsvorhaben in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro geben können.

In diesem Jahr fördert die Stiftung insgesamt 70 Projekte in ganz Deutschland mit einem Gesamtvolumen von einer Million Euro. Unterstützung erhält sie von einem Förderverein, der bundesweit rund 2.200 Mitglieder hat. Seit April präsentiert sie jeden Monat eine »Kirche des Monats«.

Die Clausthaler Kirche wurde in das Denkmalpflegeprogramm des Bundes »National wertvolle Kulturdenkmäler« aufgenommen. Seit 2001 wird sie umfassend restauriert, zurzeit werden das hohe Hauptdach auf der Nord- und Südseite sowie das Eingangstreppenhaus saniert. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten an der Außenhülle fertig werden. Danach geht es im Innern der größten Holzkirche Deutschlands weiter. Infos auch im Internet unter: www.kirchengemeinde-clausthal.de/kirchensanierung .red

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Marktkirchensanierung:
Bauabschnitt 2010 begonnen

Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 27. April 2010

Clausthal-Zellerfeld. An der Marktkirche Zum Heiligen Geist hat der Bau­abschnitt 2010 begonnen. Für insgesamt 1,6 Mio. Euro werden das hohe Hauptdach auf der Nord- und Südseite sowie das Eingangstreppenhaus saniert.

Die Bauleitung hat die Hildesheimer Statikerin Cornelia Roeder übernommen, die an der Seite des im März in den Ruhestand verabschiedeten Landeskirchen-Architekten Reinhard Lott und dem Büro Götz & Ilsemann bereits die zurück­liegenden Bauabschnitte begleitet hat.

Der »Bauabschnitt 2.2 – Hohes Dach« umfasst unter anderem die Erneuerung der Hölzer im Dachraum und die Neueindeckung der großen Hauptdachflächen mit Walzblei. Desweiteren sollen die vier Dachgauben saniert, die Fensterbänder neu eingefasst und weitere Nebenarbeiten ausgeführt werden.

Hinzugenommen werden konnte dank einer Aufstockung des Finanzrahmens von 1,25 auf knapp 1,6 Mio. Euro auch das Eingangstreppenhaus der Kirche. Auf diese Weise, erklärt die Kirchenvorstandsvorsitzende, können eine komplette »Baustellen­einrichtung«, Kosten für das Gerüst und für provisorische Arbeiten an den Nahtstellen zum Hauptdach gespart werden – insgesamt eine beträchtliche Summe.

Seit Monatsbeginn ist die Baustelle eingerichtet. Nach dem Aufstellen der Gerüste nahm der Kran als erstes die maroden Gauben ab. Parallel dazu begannen die Arbeiten am Eingangstreppenhaus.

Von 2001 bis Ende 2009 wurden insgesamt 7,04 Mio. Euro in die Sanierung der 1642 geweihten Holzkirche investiert, die 2005 offiziell in das Denkmalpflege­programm des Bundes National wertvolle Kulturdenkmäler aufgenommen wurde. Rund 41% davon finanzierte die Landeskirche Hannovers, weitere Anteile steuern Land und Bund sowie Stiftungen bei. Nach wie vor werden auch private Spenden benötigt. Die Kirchengemeinde informiert auf ihrer Internetseite www.kirchen­gemeinde-clausthal.de über das insgesamt zehn Millionen schwere Projekt.

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Marktkirchensanierung:
Stiftungen überreichen Fördervertrag

Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem 4. März 2010

Clausthal-Zellerfeld. Geld- und zugleich Stabübergabe an vorderster Front eines Zehn-Millionen-Sanierungsprojekts: Diese besondere Konstellation war für die Marktkirchengemeinde Clausthal am Donnerstag Anlass, erstmals nicht den Abschluss, sondern den Start eines Bauabschnitts zu feiern.

Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen nahm erfreut den gemeinsamen Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmale über insgesamt 130.000 € für den diesjährigen Bauabschnitt entgegen.

Martin Ammon, in seiner Funktion als Leiter des Stiftungsbüros gemeinsam mit Martina Wolff und Jobst Tehnzen vom DSD-Ortskuratorium Hannover Überbringer des Förderbescheids, würdigte die Kirchensanierung im Sinne einer dem lebendigen Zweck des Gotteshauses dienenden Investition.

Zur offiziellen »Stabübergabe« vom Architekten und bisherigen Bauleiter Reinhard Lott an seine Nachfolgerin Cornelia Roeder leiteten Landessuperintendent Eckhard Gorka und Marktkirchenpastorin Andrea Siuts über. Es sei »für die Gemeinde und den Ort beruhigend«, dass dies kein Abschied für immer sei, sondern dass die Sanierung mit »nur leicht verändertem Vorzeichen« weitergehe, sagte die Clausthaler Pastorin. Lott geht als Architekt der Landeskirche Hannovers zwar in den (Vor-)Ruhestand, bleibt der Marktkirche jedoch als ehrenamtlicher Berater erhalten.

Von 2001 bis Ende 2009 wurden 7,04 Mio. Euro in die Sanierung investiert, rund 41% davon finanzierte die Landeskirche, rund 1,4 Mio. Euro kamen von Land und Bund sowie 0,5 Mio. Euro von der Klosterkammer, die 2010 mit weiteren 100.000 € im Boot sei.

Durch eine aktuell bewilligte Erweiterung des neuen Bauabschnitts von 1,25 auf 1,59 Mio. Euro Investitionssumme werde es möglich, zusätzlich zum Hauptdach des Kirchengebäudes nebst Fensterbändern und Nebenarbeiten noch das Eingangs­treppenhaus der Nordseite zu sanieren, hieß es. Das spare nicht nur eine komplette Baustelleneinrichtung, sondern ermögliche vor allem, die Außenhülle in diesem Jahr fertigzustellen. Danach werde die Innensanierung in Angriff genommen.

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Stiftungen fördern Marktkirchensanierung
mit 130.000 €

Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 2. März 2010

Clausthal-Zellerfeld. Gute Nachrichten für die Marktkirche Zum Heiligen Geist in Clausthal: Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmale (KiBa) und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) wollen dem Kirchenvorstand am Donnerstag einen Fördervertrag über insgesamt 130.000 € überbringen.

Das kündigt die DSD in einer Pressemitteilung an. Gegenstand des Förder­vertrages seien die weiteren Sanierungsarbeiten am Kirchendach.

Geplant sind für dieses Jahr unter anderem die Erneuerung der Hölzer im Dachraum und die Neueindeckung der großen Hauptdachflächen auf der Nord- und Südseite, dazu sollen die maroden Dachgauben saniert, Fenster neu eingefasst und weitere Nebenarbeiten ausgeführt werden.

Finanzielle Unterstützung bekommen die Clausthaler auch von Bund und Land sowie der Klosterkammer und der Landeskirche Hannovers, vom Kirchenkreis Clausthal-Zellerfeld und dem Förderverein zur Erhaltung der Clausthaler Holzkirche.

Die Sanierung des Gotteshauses war 2001 mit einer statischen Notsicherung begonnen worden, nachdem die akute Baufälligkeit von Teilen der Kirche festgestellt worden war. Die auf mehrere Jahre ausgelegte Gesamtmaßnahme ist ein Projekt im Finanzumfang von rund zehn Millionen Euro.

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Uhrenglocke der Marktkirche schlägt bald wieder

Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem 1. Oktober 2009

Clausthal-Zellerfeld. Zeiger rotieren zweimal, bis sie die richtige Zeit anzeigen. »Wir danken für unser täglich Brot, aber auch Gott und den Menschen dafür, dass der Bauabschnitt am Uhrenturm abgeschlossen ist«, schildert Pastorin Silvia Köhler. Am 26. Juni erst wurde Richtfest gefeiert. »Schon seit Beginn der Arbeiten hatte der Stundenschlag aufgehört«, sagt die Pastorin. »Wenn die Uhr jetzt wieder in Betrieb genommen wird, werden die Zeiger zweimal rotieren und dann die richtige Zeit anzeigen.«

Und dann solle auch die Uhrenglocke wieder viertelstündlich schlagen, freut sich Silvia Köhler und erklärt: »einmal zur Viertelstunde, zweimal zur halben Stunde, dreimal zur Dreiviertelstunde und viermal zur vollen Stunde geschlagen und dann folgt der Stundenschlag, bei 10 Uhr also zehn Mal.«

Der Abschluss des jüngsten Bauabschnitts im Zuge des Millionenprojekts Marktkirchensanierung sorgt dafür, dass die größte Holzkirche Deutschlands nach Rückkehr der letzten Glocke nun auch wieder die Zeit anzeigt – sichtbar und hörbar.

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Marktkirche bekommt Dachgauben zurück

Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem 30. Juli 2009

Clausthal-Zellerfeld. In diesen Tagen konnten die Bleiarbeiten zum Schutz vor Regen und Wind abgeschlossen worden. Die Ziffernblätter der beiden Uhren sind auch wieder eingesetzt. Der den Uhrenturm umschließende Dachabschnitt wird nun bearbeitet.

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Clausthaler Marktkirche ist wieder unter der Haube

Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem 26. Juni 2009

Clausthal-Zellerfeld. Die Kirchturmuhr – deren ebenfalls bereits restaurierte Glocken im Laternenboden stehen und demnächst wieder eingehängt werden – erinnere die Menschen daran, »dass die Zeit aus Gottes Händen kommt«, sagte Superintendentin Ilse Lontke (Osterode) vor zahlreichen Ehrengästen mit Nieder­sachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) und Klaus Jänich, Vizepräsident der Niedersächsischen Landesforsten, an der Spitze.

Der Minister erinnerte an die »historische Verpflichtung, unser kulturelles Erbe zu bewahren«, und freute sich, dass die niedersächsischen Landesforsten und das Forstamt Clausthal die Sanierung des Uhrenturms mit einer wertvollen Holzspende unterstützt hatten: 25 »Mondfichten«, geschlagen bei Frost und abnehmendem Mond.

»Viele fleißige Hände und Bürgersinn haben das möglich gemacht«, lobte er mit Blick auf das fortgeschrittene Werk, bevor die Zimmerleute diesem mit Richtspruch und Schnaps auf handfeste Art Glück und Segen wünschten. Für den »Nachbarn im Norden« – die Technische Universität – beglückwünschte Präsident Prof. Thomas Hanschke Bauherrn und Ausführende. »Diese Kirche ist ein Symbol für die Schaffenskraft der Menschen im Oberharz«, sagte er mit Blick auf die Baugeschichte des Gotteshauses, das 1642 geweiht wurde und seit 2002 für insgesamt rund 10 Mil­lionen Euro saniert wird.

Die TU, so Hanschke weiter, nehme mit geplanten Investitionen an eigenen Gebäuden »gern den Stab auf«. Samtgemeindebürgermeister Walter Lampe würdigte das Engagement der öffentlichen und insbesondere der privaten Spender und Sponsoren vor Ort.

Den Löwenanteil der Renovierungskosten teilen sich die Landeskirche Hannovers mit 750.000 € sowie der Bund und das Land Niedersachsen mit jeweils 200.000 €. Weitere Mittel warb die Gemeinde mit der unermüdlichen Kirchenvorstands­vorsitzenden Dorothee Austen an der Spitze über Stiftungen ein.

Im kommenden Jahr soll für 1,2 Mio. Euro das hohe Dach renoviert werden, 2011 das Eingangstreppenhaus, danach folge die Innensanierung, sagte Austen, die gleichzeitig für die Mitgliedschaft im Förderverein zur Rettung der Clausthaler Holzkirche warb.

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Richtfest: Uhrenturm der Marktkirche
bekommt seine Haube wieder

Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 23. Juni 2009

Clausthal-Zellerfeld. Ein weiterer Bauabschnitt an der Marktkirche Zum Heiligen Geist geht seinem Abschluss entgegen. Am Freitag erhält der Uhren­turm seine Haube wieder. Dazu lädt die Gemeinde zum Richtfest mit Aus­stellung ein. Als prominenter Gast hat sich Nieder­sachsens Forstminister Hans‍-Heinrich Ehlen angekündigt, der gemeinsam mit Klaus Jänich, dem Vize­präsidenten der Niedersächsischen Landesforsten, und anderen geladenen Gästen das Richtfest mitfeiert.

Die Landesforsten stifteten für die Sanierung des Baudenkmals in diesem Jahr 50 m³ des wertvollen »Mondfichten«-Holzes, das zum Teil in genau jenen Revieren eingeschlagen wurde, aus denen im 17. Jahrhundert bereits die Fichtenstämme für den Bau der Clausthaler Holzkirche kam. Zahlreiche Sponsoren unterstützten bisher die Arbeiten, unter ihnen die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Bund, die Landeskirche Hannovers, die Georgsmarienhütte, der Förderverein zur Rettung der Clausthaler Holzkirche sowie Unternehmen, Institutionen und Privatleute. Sie helfen mit Aktionen wie dem Stauden­flohmarkt oder dem Schüler-Kirchenrundlauf ebenso beim Fortgang der Arbeiten wie Gemeindeglieder, die etwa Geburtstags- und Jubiläumsspenden geben. 1½ Mio. Euro sind für den Uhrenturm veranschlagt. Wie dringend sanierungsbedürftig er war, habe sich während der Arbeiten erneut gezeigt. Der Zustand des Dachreiters sei ebenso schlecht gewesen wie der des Glockenturms. Schäden an den Balken im Innern hatten zur Folge, dass der Dachreiter nach Süd­westen abgesackt war. »Die Pfosten des Innenturms mussten teilweise vom Bereich der Laterne bis in den inneren Dachraum abgeschnitten oder ganz herausgenommen werden«, berichtet Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen. Die kleine Haube ist am Platz neben der Kirche saniert und mit neuer Walzblei-Eindeckung versehen worden. Sie wird am Freitag um 14 Uhr feierlich an ihren Platz auf dem Dachreiter gesetzt und mit der Wetterfahne gekrönt. Bereits um 11 Uhr beginnt eine Ausstellung der am Bau beteiligten Firmen rund um das Thema Holz, die bis gegen 17 Uhr zu sehen ist. Dazu gibt es ein kleines Kinderprogramm mit Spielständen. Die musika­lische Umrahmung übernimmt der Posaunenchor der Marktkirchengemeinde.

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Denkmal-Stiftung fördert Marktkirchensanierung mit weiteren 140.000 €

Artikel der Goslarschen Zeitung am Freitag, dem 8. Mai 2009

Clausthal-Zellerfeld. Voraussichtlich 1½ Mio. Euro betragen die Kosten des laufenden Bauabschnitts 3.0 zur Sanierung des Uhrenturms und des Hohen Daches der Clausthaler Marktkirche. 140.000 € der Kosten deckt ein Fördervertrag, den das Ortskuratorium Hannover der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), vertreten durch Martina Wolff und Jobst Tehnzen, am Donnerstag der Marktkirchen­gemeinde überreichten.

»Schön, dass es so gut vorangeht«, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums mit Blick auf den Baufortschritt und freute sich, erneut einen Förder­vertrag übergeben zu können. Im Zeitraum von 2005 bis 2008 förderte die DSD die Sanierung Deutschlands größter Holzkirche bereits drei Mal, mit insgesamt 250.000 €. Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen hofft, dass noch weitere Fördergelder folgen, »damit der Dachabschnitt rund um den Uhrenturm finanziert werden kann«. Am 26. Juni soll Richtfest gefeiert werden. Die diesjährige Unter­stützung der DSD ermöglichte nicht zuletzt eine zweckgebundene Spende der Oetker-Stiftung, dankten Überbringer und Empfänger. An der Sanierung beteiligen sich in diesem Jahr auch die Reemtsma-Stiftung, die Stiftung Stahlwerk Georgs­marienhütte, die Landeskirche, der Kirchenkreis sowie Bund und Land. Die Marktkirche ist eines von mehr als 190 Projekten, welche die private Bonner Denkmalschutz Stiftung dank privater Spenden und Erträgen der Glücksspirale allein in Niedersachsen fördern kann.

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Marktkirchensanierung geht in neuen Bauabschnitt

Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 7. April 2009

Clausthal-Zellerfeld. Mit dem Abnehmen der Dachgauben startete am Dienstag der neue Sanierungs-Abschnitt der Marktkirche in Clausthal. Der Uhrenturm und das ihn umgebende »hohe Dach« werden dabei gleichzeitig in Angriff genommen. Noch am selben Tag begannen die Bauleute mit dem Einrüsten des Dachreiters, wie der Uhrenturm aufgrund seiner Bauform auch genannt wird. Die beiden Uhrglocken sollen, wie Architekt Reinhard Lott und Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen erklärten, am kommenden Dienstag abgehängt und für die Dauer der Arbeiten auf dem Laternenboden abgestellt werden.

Am Mittwoch, dem 15. April, werde der Kran die kleine Haube abheben, die dann auf dem Platz neben dem Glockenturm aufgebockt und repariert werde. So können Interessierte bei den aufwendigen Bleiarbeiten live zuschauen. Das Unterteil des Dachreiters bleibt an seinem Platz, er soll von einer großen Bühne aus bearbeitet werden. An einer der am Dienstag abgenommenen Dachgauben fand sich auch wieder ein spannendes Detail aus der Baugeschichte: die ältesten heute bekannten Fenster­flügelbefestigungen mit Ringen und Haken. »Erst ab Mitte des 18. Jahr­hunderts wurden Schiebefenster verwendet«, sagt der Clausthaler Bernd Gisevius, der sich seit Jahren mit der Erforschung von Deutschlands größter Holzkirche befasst. Diese Fenster seien damals »englische Fenster« genannt worden, erst später wurden sie als »Harzer Schiebefenster« bekannt.

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Elektronischer Opferstock für sanierungsbedürftige Marktkirche

Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 31. März 2009

Clausthal-Zellerfeld. Auf eine pfiffige Idee wurde die Vorsitzende des Kirchenvorstands der Clausthaler Marktkirchengemeinde, Dorothee Austen, 2008 in der St.-Michael-Jesuitenkirche in München aufmerksam – den elektro­nischen Opferstock. Könnte in Zeiten knapper Kassen und drängender Probleme ein solches Gerät zum spontanen und bequemen Spenden per Kartenzahlung auch ihrer Kirchengemeinde helfen? »Am 1. April startet in der Marktkirche das von der Volksbank im Harz finanziell unterstützte Pilot­projekt«, erklärt Dorothee Austen.

Der »elektronische Opferstock« werde in einer grau bemalten Holzkiste am Eingang der Kirche, neben dem Modell des Gotteshauses, stehen. Alternativ soll für »Sanierung und Unterhalt der Holzkirche« oder für die Gemeindearbeit gespendet werden können, beschloss der Kirchenvorstand. »Wir werden dafür zwei Konten bei der Volksbank im Harz eG einrichten«, sagt die Kirchenvorstandsvorsitzende. Eine Spendenquittung wird direkt am Terminal erstellt. Bis Ende Oktober, so lange die Kirche für Besucher geöffnet ist, soll das Projekt zunächst dauern. Am Ende der Saison folge die Auswertung. »Wir vermuten, dass dieses Gerät interessant für Touristen sein wird«, sagt Pastorin Andrea Siuts. Deshalb werde es in Gottesdiensten abgedeckt sein. »Wir werden keinen aus Clausthal-Zellerfeld hindern, den elektro­nischen Opferstock zu benutzen. Es ist aber nicht der Fokus«, betont die Pastorin. Dankbar fügt sie hinzu: »Die Volksbank im Harz ist bereit, das Pilotprojekt stark zu fördern, worüber wir uns sehr freuen.« Diese übernimmt für sieben Monate die monatlichen Mietgebühren, ebenso die Installation und Wartung. Installiert und angeschlossen wird das »Point of Sale-Terminal« von Thomas Vollmer, zuständig für elektronische Bankdienst­leistungen. »Technisch kommuniziert das Terminal über eine D1-Karte«, erklärt er, denn es gebe keinen Telefonanschluss in der Marktkirche. Im Prinzip sei der Opferstock ein Bezahlterminal in anderer Verpackung. Damit reiht sich die evangelische Clausthaler Marktkirche mit ihrem elektronischen Klingel­beutel in die Reihe prominenter katholischer Vorbilder, wie dem Bonner oder dem Ulmer Münster ein – in Norddeutschland sicher ein Novum. »Wir probieren Neues aus, gehen neue Wege«, sagt Bankvorstand Torsten Janßen. Das Gerät sei neben der EC-Karte auch für Master Card und Visa Card frei geschaltet, gedacht etwa für ausländische Besucher, ergänzt Thomas Vollmer.

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Abschließender Bericht über
die Sanierung des Glockenturmes
der Marktkirche zum Heiligen Geist in Clausthal

von Dorothee Austen, Vorsitzende des Kirchenvorstandes – 15. März 2009

Die Bemühungen, die schädlichen Bewegungen des Glockenturmes durch Verstär­kung der Stiele im Laternenbereich (2004) und durch Notabstützung mit Schwung­steifen (2006) zu stoppen, erwiesen sich im Jahr 2007 durch weitere unkontrollier­bare Bewegungen als gescheitert.

Deshalb beschlossen die Verantwortlichen (Amt für Bau und Kunstpflege, bauleitender Architekt, Statiker, Kirchengemeinde), die Glockenturmsanierung unverzüglich einzuleiten.

Nachdem die Finanzierung durch die Landeskirche Hannovers unter Mithilfe von Bund (BKM), Land Niedersachsen und Stiftungen gesichert werden konnte, begann im November 2007 beim ersten Schneetreiben des Winters der sehr aufwändige, denkmalgerechte Abbau mit sorgfältiger Nummerierung und Ein­lagerung der Einzelteile.

Der marode Zustand auch tragender Hölzer, besonders der oberen Turmteile und im Bereich der Fundamente, bestätigten die zwingende Notwendigkeit des Totalabbaus, um mit vertretbaren Kosten sowohl die Funktion des Turmes als Glockenträger, als auch die historischen Maße mit ihrem sehr differenzierten theolo­gischem Programm wiedergewinnen zu können.

Die Sicherung der zum Teil sehr zerstörten Fundamente und der Fachwerk­konstruktion der Westwand der Kirche wurde schon im Dezember 2007 unverzüglich in Gang gesetzt.

Dank des schneearmen Winters – erst kurz vor Ostern musste die Baustelle ruhen, weil alles eingeschneit war – konnten unter einem Winterzelt die Funda­mente und Verankerungen (12 m im stehenden Fels) für das Turmgebäude und den Glockenträger hergestellt werden.

Währenddessen wurden die eingelagerten Hölzer, besonders der Konstruktion von Oktogon, großer Haube, Innenturm und kleiner Haube, auf ihre Wieder­verwendbarkeit geprüft, repariert bzw. – wenn unabwendbar – in der alten Form erneuert.

Da durch dendrochronologische Untersuchungen nachgewiesen wurde, dass schon seit 1732 immer wieder erfolglos versucht worden war, den alten Turmschaft zu stabilisieren, ist im Oktober 2007 die schwere Entscheidung für die Neukonstruktion des Turmschaftes gefällt worden.

Mit moderner Maschinenarbeit wurde der Zuschnitt des Bauholzes (sogenanntes Mondholz) vorgenommen, das wie beim Urbau 1636–42 im Revier IV Am Dietrichs­berg in der saftarmen Zeit des Winters 2007 geerntet worden ist.

Der Abbund geschah vor den Augen der interessierten Öffentlichkeit Clausthals auf einem Richtplatz vor dem Fundament des Turmes. Dabei wurde sorgfältig darauf geachtet, dass das Turmgebäude und das Tragwerk für die Glocken berührungsfrei ineinander gebaut wurden, damit die durch die Glocken verursachten Schwingungen das Turmgebäude nicht beeinträchtigen.

Die beiden großen Glocken waren bei Lachenmeyer in Nördlingen repariert, ein neuer Glockenstuhl konstruiert und alles so genau vorbereitet worden, dass der Transport der Teile auf den Turmquader optimiert werden konnte:

Vom 9. bis 11. Juni wurde durch einen großen Autokran der fertig »abgebundene« vorgefertigte Turmschaft (55 t) auf die Fundamente gezogen. Die restaurierten, zimmermannstechnisch überarbeiteten Turmteile Oktogon, Innenturm und Spanten der großen Haube wurden nach oben gebracht, so dass die Befestigungen bis zum 20. Juni vorgenommen werden konnten.

An diesem Tag wurde mit dem Aufsetzen der kleinen Haube und der Bekrönung wieder unter starker Beteiligung der Bevölkerung das Richtfest gefeiert. Der Dank der Kirchengemeinde galt besonders dem unermüdlichen Architekten Reinhard Lott, den Statikern der Firma Götz & Ilsemann, dem Restaurator und Bauforscher Bernd Gisevius und den Handwerksfirmen mit ihren hochmotivierten Mitarbeitern.

In der Folgezeit arbeiteten die Firmen parallel und Hand in Hand. Dabei ist die handwerkliche Leistung der Bleidecker/Klempner der Firma Bade-Dächer, Bad Bevensen, bei der Erneuerung der Walzbleieindeckung und die der Zimmerer der ARGE Bade/Firma Mönnig-Bau, Elvershausen, bei der Rekonstruktion der histori­schen Teile besonders zu rühmen. Voraussetzung dieser Arbeiten war die hohe Flexibilität und Fertigkeit der Gerüstbauer der Firma Menke, Göttingen.

Alle am Bau Beteiligten waren sich der großen Anforderungen dieser Baustelle an die Qualität und Quantität ihrer Arbeit bewusst und sie werden nach vielfacher Aussage diese besondere Baustelle immer in Erinnerung behalten.

So konnte ohne nennenswerte Unfälle der Glockenturm mit dem vollen Geläut der Glocken und einem Festgottesdienst am 5. Oktober wieder eingeweiht werden.

Die Kirchengemeinde dankt allen, die sich an der Finanzierung dieser histori­schen Aufgabe beteiligt haben, sehr herzlich. Gott segne Geber und Gaben!

Sie hofft nun, dass mit der Sanierung auch des Uhrenturmes und vielleicht von Teilen des hohen Daches im Jahr 2009 ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zur Sicherung der größten Holzkirche Deutschlands für die kommenden Generationen getan wird.

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Für Marktkirche: Riesenmaschine schält Mondfichten in Sekunden

Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 19. März 2009

Clausthal-Zellerfeld. Einen baumlangen knorrigen Fichtenstamm schält sie glatt wie einen Zahnstocher: Niedersachsens einzige Rindenschälmaschine arbeitet derzeit im Harz. Aus kirchturmhohen Fichten schält sie in wenigen Sekunden einen blanken, rindenlosen Stamm.

Wie beim Spargelschälen beißt sich das riesige, tonnenschwere Gerät Baum für Baum durch die zuvor angelegten Holzpolter und stapelt die schneeweißen Stämme am Ende fein säuberlich entlang der Waldwege. Rund 200  so genannter Mondfichten arbeitet die Maschine auf. Das Fichtenholz ist bestellt für die Sanierung der größten Holzkirche Mitteleuropas, der Marktkirche in Clausthal. Diesem Zweck diente der jüngste Einsatz der Rindenschälmaschine auf dem Dietrichsberg, dem zum Bereich des Niedersächsischen Forstamts Clausthal gehört. Als nächstes wird sie im Raum Osterode eingesetzt.

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Förderverein bewilligt 10.000 €
für Marktkirchensanierung

Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 4. November 2008

Clausthal-Zellerfeld. Das Engagement für die Sanierung der Marktkirche Zum heiligen Geist erreicht neue Höhen. »Der Förderverein zum Erhalt der Clausthaler Holzkirche hat vor Ort gewaltig gewonnen«, erklärte der alte und neue Vorsitzende Lothar Lohff stolz auf der Jahresmitgliederversammlung.

Von 33 Mitgliedern im Vorjahr ist die Zahl aktuell auf 101 gestiegen. Mitglied Nummer 100 ist seit wenigen Tagen der Präsident des sächsischen Oberbergamts, Professor Reinhard Schmidt. Insbesondere das »wunderschöne Fest zur Einweihung des Kirchturms« habe die Mitgliederzahl nach oben schnellen lassen, stellte Lohff fest. Auch aus den Reihen des Vereins von Freunden der TU gebe es erheblichen Zulauf. Viele wollten damit ihr Bekenntnis zur Berg- und Universitätsstadt und ihrer Kirche ausdrücken. Großteils aus Spenden zugunsten des Fördervereins – etwa anlässlich runder Geburtstage, Taufen und anderer Feiern – konnte dieser zuletzt 10.000 € an die Marktkirchengemeinde überweisen, berichtete der Vorsitzende erfreut. Es sei wichtig, »zu demonstrieren, dass man in Clausthal in der Lage ist, Gelder aufzubringen«, und damit potenziellen Großspendern zu zeigen, »wir können auch«, erklärte der Präsident des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie im Weißen Saal. Unterstützung gebe es darüber hinaus von vielen Spendern aus dem Raum Goslar.

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Der Turmbau zu Clausthal

Der Kirchturm wurde neu erbaut

von Lothar Lohff, Erster Vorsitzender dieses Fördervereins – 5. Oktober 2008

Anfang 2007 zeigte sich, dass die Notabsteifungen dem Turm nicht ausreichend Stabilität geben konnten, so dass mit einem baldigen Versagen der Turm­konstruk­tion gerechnet werden musste. Nach eingehender Abstimmung der mit der Sanie­rungs­planung und -überwachung beauftragten Planer, des Kirchenvorstandes und der Landeskirche wurde der umgehende Abbruch des Kirchturmes sowie sein unmittel­bar anschließender Neuaufbau beschlossen.

Die Maßnahmen wurden seit Oktober 2007 umgesetzt und am 5. Oktober 2008 konnte der neu errichtete Turm erneut eingeweiht werden. Bei dem Neuaufbau wurde der untere Teil des Turmes bis einschließlich des Glockenstuhles nach heutigen Konstruktionsprinzipien so aufgebaut, dass durch eine Turm-in-Turm-Konstruktion der innere Glockenturm von der äußeren Konstruktion völlig getrennt wurde. Im oberen Turmteil konnten viele alte Konstuktionsbestandteile über­nommen werden. Jetzt sieht der Turm wieder so aus wie wir das vom Clauthaler Stadtbild her kennen – nur schöner, gepflegter und vor allen Dingen: heil!

Zahlreiche Großspender wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Reemtsma-Stiftung, die Georgsmarienhütte, die Rudolf-August-Oetker-Stiftung, aber auch viele Clausthaler Firmen, Vereine und Bürger haben ebenso wie unser Förder­verein neben der Lutherischen Landeskirche Hannover die erforderlichen Mittel von über 2,2 Mio. € bereitgestellt.

Dennoch gibt es keinen Grund zum Ausruhen: In den nächsten drei Jahren sind weitere erhebliche Ausgaben für die Dacherneuerung, den Dachreiter mit seiner großen Kirchenuhr, zahlreiche Dachgauben und das Haupteingangstreppenhaus dringend zu erneuern. Die Beschaffung der dringend benötigten Mittel wird zuneh­mend schwieriger, weil eine Reihe von Großspendern bei unserer Holzkirche ihre Fördergrenzen bereits erreicht haben. Aber wir guter Zuversicht, dass wir auch mit Ihrer Hilfe die restlichen 3–4 Mio. € aufbringen werden und die Bauarbeiten damit zügig fortgeführt werden können.

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Glockenturm stürmisch eingeweiht

Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonntag, dem 5. Oktober 2008

Clausthal-Zellerfeld. Bereits dem ersten Sturm getrotzt hat der sanierte Glockenturm der Marktkirche zum Heiligen Geist – und das gleich am Wochenende seiner feierlichen Einweihung.

Mit dem Bild von einem Jungen am Fenster, den Blick auf die Marktkirche gerichtet, erinnerte Walter Meyer-Roscher, ehemaliger Landessuperintendent, in seiner Predigt im Festgottesdienst nicht nur an seine Kindheit. Für viele Clausthaler sind die Marktkirche und ihr Geläut ein mit Erinnerungen und Gefühlen behaftetes Symbol. Walter Lampe, Bürgermeister der Samtgemeinde, formulierte es beim Dankesempfang im Landesbergamt ähnlich: »Der Turm ist für viele ein Ort der Identifikation und des Wiedererkennens, er symbolisiert eine Art der Mitte.« Nun ist eben dieser Turm quasi wieder in Amt und Würden. Er wird wieder zu Messen läuten, die korrekte Zeit angeben, das Leben in der Stadt begleiten. Das wurde am Wochenende mit einem großen Fest begangen. Ein bunter Reigen musikalischer und unterhaltender Programmpunkte für Alt und Jung sorgte bereits am Samstag für volle Straßen und Geschäfte. Selbst am Sonntag herrschte rund um die Marktkirche trotz Sturm, Regens und Kälte reges Treiben. »Die Händler sind recht zufrieden«, verriet Kenneth Hinrich-Stark, Chef der Oberharzer Tourismus Marketing GmbH. Zwar wurde das komplette Bühnenprogramm vom Sonntag vor den Altar der Marktkirche verlegt, aber da saßen die Besucher trocken.

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Marktkirche: Turmuhr kommt

Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 17. September 2008

Clausthal-Zellerfeld. Eine kleine Überraschung erwartet am Donnerstag­vormittag die Clausthaler an der großen Marktkirchturm-Baustelle: Neben der Wetterfahne, die wieder aufgesetzt werden soll, wird ein drittes Uhren­ziffernblatt angeliefert. Am neuen Glockenturm der Marktkirche Zum Heiligen Geist wird man damit wieder wie in früheren Jahren von drei Seiten die Zeit ablesen können: von Norden und Süden sowie nun auch von Westen.

In den 1780er Jahren plante man, die Holzkirche mit einem Blitzableiter zu versehen, um sie vor Feuerschaden zu schützen. Die damals zu den neuesten Errungenschaften der Technik zählende Anlage aus Drahtseilen wurde, wie Kirchen­chronist Bernd Gisevius herausgefunden hat, 1783 tatsächlich montiert. Aus demselben Jahr stammt eine Bleistiftzeichnung von F. G. Schultze, die nicht nur den mit dem Blitzableiter versehenen Glockenturm und die dritte Wetterfahne auf dem Ostgiebel zeigt, sondern auch das im Oktogon unter der »welschen Haube« angebrachte, zum Bergamt zeigende Ziffernblatt der Turmuhr. »Bei der Sanierung um 1890 herum ist diese Uhr dann wohl weggekommen«, sagt Kirchenvorstands­vorsitzende Dorothee Austen.

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Glockenturm birgt wichtige Zeitzeugnisse

Artikel der Goslarschen Zeitung am Freitag, dem 20. Juni 2008

Clausthal-Zellerfeld. Fest sind Gurte um die kleine Haube der Markt­kirche geschlungen. Mit leisem Knacken spannen sie sich, als der Kran das Bauwerk in die Höhe zieht. Es dauert nur wenige Minuten, dann hat der Glockenturm seine Bedeckung wieder. Gleich darauf wird auch die neue Wetterfahne aufgesetzt.

Die Armbanduhr ist noch längst nicht erfunden, da verkündet die Uhr des Glockenturmes der Marktkirche in Clausthal-Zellerfeld schon, welche Stunde es geschlagen hat. Am Freitag zeigte sie kurz nach elf Uhr an, als die kleine Haube an ihren angestammten Platz auf dem Glockenturm zurückkehrt. Schon seit Monaten steht sie vor Europas größter Holzkirche. Mit viel Liebe zum Detail war sie wie ihre große Schwester in Elvershausen bei Katlenburg restauriert worden. Elemente wie der so genannte Schwellenkranz und der innere Stern, die das Grundsegment der kleinen Haube bilden, waren stark von Fäulnis befallen. Am Ende erhielt sie zudem eine neue Deckung aus Blei.

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Marktkirchensanierung:
Bauabschnitt 2007 abgeschlossen

Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 10. Oktober 2007

Clausthal-Zellerfeld. Seinen offiziellen Abschluss erhält am Donnerstag der Bauabschnitt 2007 an der Marktkirche zum Heiligen Geist mit dem Auf­setzen der Bekrönung auf das südliche Treppenhaus II. Insgesamt mehr als 3 Mio. Euro wurden seit 2001 für die Sanierung des Gotteshauses eingesetzt.

Mit 410.000 € Kostenumfang war der nun zu Ende gehende Bauabschnitt 2.1, welcher die Sanierung des Treppenturms mit Giebel und Dachabschnitt umfasste, einer der kleineren des insgesamt 10 Mio. € umfassenden Gesamtprojekts zur Rettung der größten Holzkirche Westeuropas. Mit dem Glockenturm steht der Gemeinde im nächsten Jahr der schwerste Brocken der Marktkirchensanierung bevor. Seine Sanierung einschließlich der Reparatur der drei historisch wertvollen Glocken und der Restaurierung der Wetterfahne sind mit insgesamt rund 2,8 Mio. € veranschlagt. Hauptschwierigkeit ist der Umstand, dass die Maßnahme nicht »geteilt« werden kann, sondern in einem Stück erfolgen muss.

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Marktkirche: Hilfe kommt von vielen Seiten

Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem 9. August 2007

Clausthal-Zellerfeld. Fieberhaft arbeitet die Clausthaler Marktkirchen­gemeinde daran, den vorzeitigen Abbau des instabilen Glockenturms zu ermöglichen. »Die Statiker sagen, wir können nicht länger warten«, betont deren Vorsitzende Dorothee Austen. Inzwischen ist weitere Finanzierungshilfe zugesagt worden, um das nötige Geld zusammenzubekommen.

Noch während Clausthal-Zellerfelds sächsische Partnerstadt Freiberg ihre Bürgerschaft aufgerufen hat, ebenfalls für die Sanierung der größten Holzkirche Deutschlands zu spenden, sind deren Angaben über die Deckungslücke für den Ab- und Neuaufbau des Glockenturms (Gesamtkosten: 2,3 Mio. €) von den Ereignissen überholt worden. Nachdem die Landeskirche Hannover in Aussicht gestellt hat, ihren Beitrag von 360.000 auf 600.000 € aufzustocken und auch von anderer Seite Zusagen eingetroffen sind, ist die Deckungslücke von zunächst 850.000 auf 235.000 €; geschrumpft. Größter Sponsor ist dabei die Hermann Reemtsma Stiftung mit einem großzügigen Beitrag in Höhe von 500.000 €. Die jüngste Zusage kommt von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die von Jürgen Großmann, einem ehemaligen Studenten der TU Clausthal, ins Leben gerufen wurde: Von ihr hat die Marktkirchen­gemeinde schon 75.000 € bekommen. Ursprünglich war die Baumaßnahme für die Jahre 2008/2009 geplant. »Wir brauchen noch von allen Geldgebern die Zusage für den vorzeitigen Beginn«, betont Dorothee Austen. Einige hätten bereits grünes Licht gegeben. Dies sei Voraussetzung dafür, eine sonst notwendige zweite Absicherung des Glockenturms zu vermeiden. »Die würde uns nach letzten Schätzungen nochmals 100.000 € kosten.«

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Kampf um Rettung der Marktkirche:
Neigung steigt auf 32 Zentimeter

Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem 1. März 2007

Clausthal-Zellerfeld. Der Zustand der Marktkirche Clausthal ist noch schlechter, als bisher angenommen. Um 32 Zentimeter weicht der Glocken­turm mittlerweile aus dem Lot, im Innern der Haube beginnen sich die hölzernen Stiele zu verdrehen. Auch der Treppengiebel ist in Bewegung.

Die Sanierung des zweiten südlichen Treppenhauses ist mit 320.000 € der kleinste Bauabschnitt des auf mehrere Jahre ausgelegten 10-Mio.-Euro-Gesamt­projekts. Sie soll im Mai beginnen, die Finanzierung steht. »Mittlerweile hat es sich aber herausgestellt, dass wir es auch hier wieder fast mit einer Notmaßnahme zu tun haben«, sagt Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen. Der Treppen­giebel »schiebt« nach Süden, er wird von den im Fachwerk wirkenden Kräften nach vorn herausgedrückt – deutlich zu erkennen an der Neigung des Knaufs auf der Giebelspitze. Die Fachleute schreiben den desolaten Zustand der größten Holzkirche Deutschlands zum großen Teil einer zwar »gut gemeinten«, dem Gebäude aber sehr unzuträglichen Sicherungsmaßnahme im 19. Jahrhundert zu: Beim Bau des Glockenturms 1635–37 hatten die alten Meister den Glockenstuhl wohlweislich auf ein separates Fundament gesetzt, das keinerlei Verbindung zum Fachwerkgerüst des Turms hatte. »Auf diese Weise wurde wirksam verhindert, dass beim Läuten der Glocken Schwingungen auf Turm und Kirchenschiff übertragen wurden«, erklärt Bernd Gisevius, der sich mit der Geschichte der Marktkirche über Jahre beschäftigt hat. Im 19. Jahrhundert aber habe man den Glockenstuhl verstärkt und durch starke Bolzen starr mit dem Fachwerk verschraubt. Dies erweise sich heute als folgenschwerer Fehler, denn Turm und Kirchenschiff seien seitdem den Vibrationen ungedämpft ausgesetzt gewesen.

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Kirchturm wird abgestützt

Gefahr im Verzug – Für Sanierung 2008
werden 1,95 Mio. € gebraucht

von Bettina Ebeling – Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem 28. September 2006

Clausthal-Zellerfeld. Vier starke Fichtenstämme, jeder rund 20 Meter lang, müssen den großen Glockenturm der Marktkirche bis zu dessen Sanierung in der Senkrechten halten. Gestern begannen die Zimmerleute mit der Montage der vom Statiker berechneten Holzabfan­gungen, die am Boden in Stahlbetonfüße gesetzt und an der Süd- und Westwand des Turms mit Bohlen­riegeln verankert werden.

Während der Bauarbeiten an Dach und Nordseite des Hauptschiffes war fest­gestellt worden, dass sich der Glockenturm durch Schäden am Fundament nach Südwesten neigte – ein Vorgang, der in den zurückliegenden Wochen dramatisch an Tempo zunahm. Der Turm ist inzwischen um mehr als 17° aus dem Lot gewichen, die Neigung ist mit bloßem Auge deutlich zu sehen. »Jetzt ist Gefahr im Verzug«, sagt Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen, zumal auch der Treppenhausgiebel auf der Südseite begonnen habe, »nach vorn zu schieben«. Möglicherweise sei aus­gerechnet die Stabilisierung des nordöstlichen Kirchenschiffs Ursache dafür, »dass die anderen Teile schneller in die Knie gehen«.

Die Notsicherung des Turms reißt ein neues Loch in die knapp kalkulierte Sanie­rungskasse: Rund 20.000 € extra kostet die Abstützung einschließlich Holz, Trans­port, Gerüst und Nebenarbeiten. »Wir müssen schnellstmöglich die 1,95 Mio. € für den Glockenturm zusammenbekommen«, sagt die Vorsitzende. Das Treppenhaus soll als »kleiner Bauabschnitt« (rund 300.000 €) 2007 saniert werden, 2008 ist die vor­gezogene Turmsanierung geplant.

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Weitere 2 Millionen Euro sind nötig

Bauabschnitt 2006 an Marktkirche abgeschlossen
– Turm neigt sich: Zweite Glocke muss stillgelegt werden

von Bettina Ebeling – Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem 23. September 2006

Clausthal-Zellerfeld. Mit dem Aufsetzen des Knaufs auf den mitt­leren nördlichen Treppenturm der Marktkirche zum Heiligen Geist wurde gestern der Bauabschnitt 2006 abgeschlossen. Es gab aber auch schlechte Nach­richten: Der große Turm muss abgestützt und die zweite Glocke stillgelegt werden.

Nach dem Erntedankfest am 1. Oktober müsse das Geläut zur Restaurierung ins Glockenschweißwerk gebracht werden, sagte Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen. Das Gerüst, das die Arbeiter noch während der kleinen Feierstunde mit Ge­meindemitgliedern, Pastoren und Ehrengästen von der Nordwand des Gotteshauses abzubauen begannen, wird Anfang nächster Woche am großen Glockenturm errich­tet, der sich, wie bereits berichtet, zunehmend nach Südwesten neigt und abgestützt werden müsse.

»Wir hoffen, im Lauf des kommenden Jahres die 2 Mio. € für die Sanierung des Glockenturms zusammenzubekommen, so dass er im Jahr 2008 saniert werden kann«, sagte Austen. »Die Anstrengungen dafür sind enorm. Bitte helfen Sie uns weiterhin«, wandte sie sich an die Vertreter aus Kommunalpolitik, Wirtschaft und Bürgerschaft.

Den bisherigen Spendern und Sponsoren der insgesamt rund 10 Mio. € teuren, in vier Bauabschnitten bis 2008 geplanten Kirchensanierung, sprach die Kirchen­vorstandsvorsitzende ebenso ihren Dank aus wie auch Architekten und Baufirmen. Besonders gewürdigt wurden gestern diejenigen, die die neuen Fenster des Gottes­hauses finanziert haben. So hatten beispielsweise Schüler der Realschule vom Erlös eines Kuchenbasars zwei Fenster »gekauft«. Die Bergstadträte mit Bürgermeister Michael Austen an der Spitze hatten Sitzungsgelder gespendet, Privatleute finanzier­ten weitere Fenster. Ihre Namen stehen auf einer Tafel, die Dorothee Austen gestern enthüllte und die bis zum Abschluss der Bauarbeiten ihren Platz in der Winterkirche haben soll. Bilder dieser Tafel überreichte die Vorsitzende den Spendern.

»Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen«, zitierte Pastorin Andrea Siuts einen Satz, der König Salomon im Zusammenhang mit dem Tempelbau vor 3.000 Jahren zugeschrieben wird. Sie wie auch Lothar Lohff, Präsident des Landesbergamts und Vorsitzender des Fördervereins zur Rettung der Marktkirche, würdigten das außergewöhnliche gemeinsame Engagement zur Erhal­tung des einmaligen, 2.000 Menschen Platz bietenden hölzernen Kirchenbauwerkes des Oberharzer Bergbaus.

Der neue Knauf auf dem Giebel über der Berghauptmannsloge symbolisiert die himmlische Vollkommenheit. Mit ihr ist das Fünfeck der bekrönten Treppentürme, die den Kirchenraum umschließen, geschlossen und die Kirche symbolisch vor allen Übeln geschützt. Die Kugel enthält den Gemeindebrief, die Goslarsche Zeitung vom Tage, Bau-Informationen und eine Broschüre des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie.

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Benefizveranstaltung am 10. Dezember 2005
in der Adolph-Roemer-Straße

 
am Sonnabend, dem 10. Dezember 2005, von 10 bis 16 Uhr. Mit dabei: der Posaunenchor, die Kleine Chor der Robert-Koch-Schule, der Zauberer Danny, Ruths Märchenstunde bei Grosse (11.30–12 Uhr und 14–15 Uhr). Kirchentaler, Weih­nachts­bäume, Zinnfiguren, Glüh­wein, Bratäpfel, Kon­fitüren, Kekse, Bücher, Kon­fitüren, Glühwein, Bratäpfel, Bücher, Kekse, u.a.m. Veranstal­tet vom Lions Club Oberharz und dem Rotary Club Clausthal-Zellerfeld.
 

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Punsch, Räuchermann und Schwibbogen

Loge »Georg zur gekrönten Säule« und Ernst Nolte unterstützen Kirchen und ZIG mit Spendenaktion

von André Bertram – Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 3. August 2005

Clausthal-Zellerfeld. Im Landesbergamt fand am Montag die Spenden­übergabe der Aktionen der Loge »Georg zur gekrönten Säule« und Ernst Noltes des vergangenen Clausthaler Weihnachtsmarktes statt. Für jeden verkauften Schwibbogen in Form der Marktkirche oder Sankt-Salvatoris-Kirche spendet Ernst Nolte, Inhaber des Oberharzer Drechslerstübchens, zusätzlich 30 € für das Bauwerk, das als Motiv er­standen wurde.

Neu im Angebot 2004/05 war neben dem Sankt-Salvatoris-Schwibbogen auch ein Räuchermännchen in Form eines einfachen Harzer Bergmanns um 1820. Von dessen Verkauferlös floss ebenfalls ein Teil in die Spendensumme ein.

Es handele sich um einen einfachen Oberharzer Bergmann des Königreichs Hannover, erklärte der Vorsitzende des »Fördervereins zum Erhalt der Clausthaler Holzkirche« und Präsident des Landesbergamts Clausthal-Zellerfeld, Lothar Lohff. Den Bergmann hatte Ernst Nolte nach Akteneinsicht im Landesbergamt vorlagen­getreu gestaltet. »Die Bergleute waren im Original etwas schlanker, dieser sieht aber gemütlicher aus«, sagte Lothar Lohff lächelnd und betrachtete das Räucher­männ­chen, das wohl etwas runder sein darf.

Erfolg macht Mut: Ernst Nolte plant nun, nach der ersten Figur, bereits eine Art Oberharzer Bergparade – quer durch die Stände des königlich-hannoverschen Bergmanns Anfang des 19. Jahrhunderts.

Auf dem Weihnachtsmarkt war diesmal auch die Clausthal-Zellerfelder Loge »Georg zur gekrönten Säule« mit einer Punschbude für den guten Zweck vertreten. Schecks über je 500 € übergaben die Loge-Vertreter Rolf Viehweger und Wolfgang Wiese an Gerhard Koch von der Zellerfelder Interessengemeinschaft (ZIG) sowie an den Förderverein der Marktkirche.

Lothar Lohff und Christian Richter durften darüber hinaus stellvertretend für den Förderverein einen Scheck über 750 € von Ernst Nolte entgegen nehmen. Die Kirchengemeinde Sankt Salvatoris erhielt 120 €, da lediglich vier Schwibbögen verkauft wurden.

Der Förderverein hat seit seinem Bestehen bereits rund 19.000 € an Spenden für die Clausthaler Marktkirche gesammelt, berichtete Lohff.

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Ministerpräsident Wulff
wünscht sich »TU Goslar-Clausthal«

Ministerpräsident Wulff spendet der Marktkirche
privat ein Fenster

von Oliver Stade – Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem 2. Juni 2005

Clausthal-Zellerfeld. Schon wieder fit zeigte sich Ministerpräsi­dent Wulff (CDU) nach seiner Nierensteinoperation vom Wochenende am späten Mittwoch­nachmittag bei seinem Besuch in Clausthal-Zeller­feld. Er begut­achtete die Sanierung der Marktkirche, bevor er seine Meinung über eine »Hochschuleinheit« äußerte und auf Einladung der evangelischen Studenten­gemeinde (ESG) ein Referat über »Politik in christlicher Verantwortung« hielt.

Der Ministerpräsident wür­digte das Gotteshaus als Bauwerk von hohem Rang sowie als Gesamtkunstwerk und lobte in einer kurzen Ansprache in der gut besuch­ten Kirche die vielfältigen Anstrengungen zur Sanierung. Dabei machte er den Oberharzern für den Fortgang der Arbeiten Mut, die voraussichtlich bis zu 10 Mio. € kosten werden: »Mit kleinen Schritten werden wir es gemeinsam schultern.« Eigens für den Gast aus Hannover wurde eine Fuhre Holz vor der Kirche abgelagert.

Über die schwere Vereinbarkeit von christlicher Verantwortung in der Politik sprach Ministerpräsident Christian Wulff später im komplett gefüllten Cutec-Saal der TU. Auf Einladung der evangelischen Studentengemeinde hielt der Ministerpräsident dort im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik einen Vortrag. Als bestes Beispiel für die schwere Vereinbarkeit von christlichem Handeln in der Politik nannte er die Streichung des Landesblindengeldes. Dieser Sachverhalt gehöre zu den komplexen Themen, die sich kaum vermitteln lassen, meinte Wulff. Dennoch nutzte er die Gelegenheit dazu: Von 11.000 Blinden in Niedersachsen seien rund drei Viertel altersblind, das bedeute, dass die Menschen in der Regel in der Rente seien und Reichtümer angehäuft hätten. Deswegen müsse es erlaubt sein, nach der Bedürftig­keit zu fragen. »Aus der christlichen Verantwortung heraus müssen die starken Schultern mehr tragen als die schwachen«, sagte der Ministerpräsident. Mehrere Anfragen aus dem Publikum, zu dem ausgesprochen viele Studenten gehörten, nahm Wulff als Anregung mit nach Hannover, um daran zu arbeiten. Dazu gehörte etwa auch die Frage nach der Bewertung der Größe einer Uni in einem Ranking. Eine Studentin meinte, dass viele Abgänger einer Massenuniversität den Ruf in der Wirtschaft stärker beeinflussten, als wenige Absolventen einer kleinen Uni, wie etwa die Technische Universität. Ohne etwas über die Qualität auszusagen. Diese Kritik nahm Wulff an und stimmte auch zu, dass die Wirtschaft nicht komplett die Bildung beeinflussen dürfe.

Die »Bombe« ließ Wulff nach der Rede platzen, als er den Wunsch nach einer »TU Clausthal-Goslar« äußerte. Samtgemeinderatsherr Wolfgang Mönkemeyer hatte im Vorfeld geäußert, es bestehe ein »permanenter Wunsch«, die TU nach Goslar zu holen. »Zwar ist eine Hochschule nicht allein für eine Stadt da«, erklärte er weiter. Dennoch hätten die Oberharzer »Angst, dass die Hochschule nach Goslar« gezogen werde. Christian Wulff hält solche Betrachtungen für nicht zeitgemäß. Man müsse eine Hochschuleinheit finden, die stärker in die Region ausstrahle, sagte er und gab ein Beispiel, wie dies geschehen könne. Werde ein neuer Lehrstuhl gegründet, sei es sinnvoller, dafür ein vorhandenes Gebäude in Goslar zu nutzen, als ein neues in Clausthal-Zellerfeld zu bauen. Konkrete Pläne dafür gibt es allerdings nicht, wie es auf Anfrage aus dem Wissenschaftsministerium in Hannover heißt.

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Benefizveranstaltung am 11. Dezember 2004
in der Adolph-Roemer-Straße

am Sonnabend, dem 11. Dezember 2004, von 10 bis 16 Uhr. Mit dabei: der Posau­nenchor, die Drei Zackels, der Zauberer Danny. Kirchentaler, Weih­nachts­bäume, Zinnfiguren, Konfitüren, Glühwein, Bratäpfel, Bücher, Kekse, u.a.m. Veranstaltet vom Lions Club Oberharz und dem Rotary Club Clausthal-Zellerfeld.

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Bauarbeiten haben begonnen

von Lothar Lohff, Erster Vorsitzender dieses Fördervereins – 24. Juli 2004

 
Die Arbeiten zur Rettung von Sankt Holz haben am 16. Juli 2004 begonnen. Gerüst, Kran und Bauabsperrung sagen: Endlich geht es los. Die erfahrenen Firmen Spitzer, Mönning und Bade haben beim ersten Unterabschnitt des ersten von vier Bauabschnitten das Fachwerk an der Nordostecke der Kirche freigelegt und das morsche eichene Schwellholz ausgebaut. Anschließend wird zum Schutz vor Niederschlagswasser das Bruchsteinfundament erhöht und eine zeitgemäße Trenn­schicht zwischen die Natursteinmauerung und den neuen Eichenbalken verlegt. Die Dachbalken in diesem Bereich werden weitgehend ausgewechselt (insbesondere im Bereich der beiden Treppenhäuser) und das Dach erneuert.

Die benötigten 430.000 € wurden von

  • der Landeskirche Hannover,
  • der Klosterkammer,
  • der Kirchengemeinde,
  • dem Kirchenkreis und
  • unserem Förderverein finanziert.

Der Rest des ersten Bauabschnittes ist für das Jahr 2005 geplant; dabei soll der ganze Bereich östlich des Altars saniert werden. Die Finanzierung hierfür ist noch nicht gesichert.

Finanzierungsanträge bei

  • der Bezirksregierung Braunschweig,
  • der Stiftung Deutsche Denkmalpflege und
  • der Lottostiftung sind gestellt.

Ich bitte Sie dringend um Spenden, damit das Werk gelingen kann. Auch in knappen Zeiten ist es im wesentlichen der Bürgersinn, der in seiner Verantwortung für das kulturelle Erbe dieses einmalige Kirchenbauwerk des Oberharzer Bergbaus retten kann. Bitte überweisen Sie an den Förderverein zum Erhalt der Clausthaler Holz­kirche auf das Konto 99 999 700 bei der Volksbank im Harz eG, BLZ 268 914 84. Vergessen Sie wegen der Spendenbescheinigung Ihren vollständigen Absender nicht! (Notfalls Betreff-Zeile.)
 

Austausch der Schwellhölzer. Links: So verrottet sind die Schwellhölzer. Mitte: Dort steckt noch eines darin. Rechts: Ein Edelstahlblech sperrt die durch den steinernen Sockel aufdringende Feuchtig­keit, um die neuen Schwellhölzer zu schützen.

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Sanierung von Europas größter Holzkirche
hat begonnen

Evangelischer Pressedienst – veröffentlicht in der Welt am 2. Juli 2004

Die Sanierung von Europas größter Holzkirche in Clausthal-Zellerfeld hat begonnen. Für die Renovierung wird so genanntes »Mondphasen-Holz« benutzt, das bei ab­nehmendem Mond geschlagen wird und als besonders trocken und widerstandsfähig gilt. Die historische Marktkirche »Zum Heiligen Geist« muss nach Angaben der Kirchen­gemeinde nahezu komplett renoviert werden. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich nach den bisherigen Schätzungen auf über zehn Mio. Euro. Für den jetzt begonnenen ersten Bauabschnitt haben die hannoversche Landes­kirche, die Klosterkammer Hannover und der evangelische Kirchenkreis Clausthal-Zellerfeld Mittel bewilligt. Die Gemeinde beteiligt sich ebenfalls an der Finanzierung. Auch zahlreiche Einwohner und Vereine aus Clausthal-Zellerfeld haben Geld für die Renovierung gespendet. Bis Ende 2003 kamen so mehr als 100.000 € für den Erhalt der im Volksmund »St. Holz« genannten Kirche zusammen. Die Kirche wurde 1636 bis 1642 erbaut. Harzer Bergleute, die sich trotz des Dreißigjährigen Krieges gute Geschäfte erhofften, bezahlten den Bau.

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Schirmherr: Ministerpräsident Christian Wulff

von Pastor Martin Henzelmann ( 2005) – Juni 2004

Den Ministerpräsidenten Niedersachsens als Schirmherren für das Projekt »Sanierung der Marktkirche in Clausthal« zu gewinnen, ist durch die Vermittlung des Landtagsabgeordneten Rudolf Götz gelungen.

Begründung und Zielsetzung haben Professor Dr. Ludwig Wilke, Lothar Lohff, der Präsident des Landesbergamtes, und Pastor Martin Henzelmann in einem Brief erläutert:

1. Es geht um die Anerkennung der historischen Bedeutung und die Würdigung der Verdienste dieser Region, also um die historische Verpflichtung zur Bewahrung des kulturellen Erbes.

2. Zum anderen wird dadurch demonstriert, dass der Harzregion in Hannover Aufmerksamkeit und wohlwollendes Interesse entgegengebracht wird.

Die Ermutigung der vor Ort so aktiven Unterstützung, aber auch die Wirkung in die weitere Öffentlichkeit hinaus, bis hin zu den potentiellen Geldgebern, und damit eine wesentliche Unterstützung bei dem Bemühen um die erforderlichen finanziellen Mittel erhoffen sich die Briefschreiber und der Kirchenvorstand.

Mit entsprechendem Informationsmaterial über die Marktkirche zum Heiligen Geist wurde der Brief von Herrn Götz an den Ministerpräsidenten Christian Wulff weiter geleitet.

Dieser hat gerne – so teilte er jetzt in seinem Antwortschreiben an die Initiatoren mit – die Schirmherrschaft übernommen und wünscht »viel Erfolg für das Gelingen«.

Der Kirchenvorstand freut sich darüber, dass unsere Marktkirche in Regie­rungs­kreisen Hannovers wieder bekannt wird wie vorher beim früheren Wissen­schafts­minister J. Oppermann, der sich ja auch für die Marktkirche eingesetzt hat.

Mit der Übernahme der Schirmherrschaft identifiziert sich der Minister­präsi­dent auch mit unserer Zielsetzung, die Marktkirche zu erhalten, und verleiht diesem Vorhaben seine Protektion.

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Renovierung der Marktkirche

von Pastor Martin Henzelmann ( 2005) – Juni 2004

Im vergangenen Jahr war eines der südlichen Treppenhäuser instand gesetzt worden. Für das Jahr 2004 ist geplant, in einem nächsten Schritt nun den östlichen Teil der Kirche mit den entsprechenden Fenstern und – wenn möglich – auch das daran anschließende nördliche Treppenhaus (Zugang zur Orgel) in Angriff zu nehmen. Mit Frau Kirchenrätin Henrike Schwerdtfeger, Frau Baudirektorin Eilhardt-Braune, Frau Körner vom Amt für Bau- und Kunstpflege (Außenstelle Göttingen) und Herrn Lott vom Amt für Bau- und Kunstpflege diskutierten wir im März über Finanzierungs­möglichkeiten der Baumaßnahmen.

Als Ergebnis lässt sich zunächst festhalten, dass die vier Bauabschnitte in kleinere Teilabschnitte untergliedert werden müssen. Ein Grund ist die relativ kurze Bauzeit im Harz. Farben und Materialien sind nur bei gewissen Grundtemperaturen zu verbauen. Ein zweiter Grund ist die derzeitige Finanzlage auch in unserer Landeskirche.

Aber immerhin: Ein Finanzierungsplan für den ersten Unterabschnitt ist inzwi­schen aufgestellt. Das Landeskirchenamt stellt danach 200.000 €, der Kirchenkreis 10.000 €, die Kirchen­gemeinde 120.000 € zur Verfügung. Bei der Klosterkammer habe ich einen Antrag auf Bezuschussung dieser Maßnahme in Höhe von 10.000 € gestellt. Eine Zusage liegt allerdings noch nicht vor.

Auch bei anderen Drittmittelgebern sind entsprechende Anträge zur Mitfinan­zierung für den ersten großen Bauabschnitt im Jahre 2005 gestellt worden. Auch hier wird noch geprüft. Und das ist der Grund, warum Sie noch kein Baugerüst an der Kirche sehen.

Wenn wir bereits jetzt ohne die notwendigen Bescheide der Zuwendungs­geber mit den Renovierungs­maßnahmen beginnen würden, könnten die Zuwendungs­geber davon ausgehen, dass wir offenbar über genügend Eigenmittel verfügen und ohne »Fremdhilfe« die geplanten Maßnahmen durchführen könnten. Eine Absage der Drittmittelgeber wäre damit mehr als wahrscheinlich.

Anträge auf Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns – also vor der Erteilung eines ventuellen Zuwendungs­bescheides – sind inzwischen gestellt worden. Positive Antworten liegen diesbezüglich vor. Wir warten jetzt nur noch auf die Zusage der Klosterkammer, den ersten Teilabschnitt mit zu finanzieren.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal dankbar darauf hinweisen, wie sehr unsere Landeskirche bemüht ist, gerade auch in unserem Kirchenkreis die Bauprojekte zu unterstützen. Da sind eben auch die Kirchengemeinden Zellerfeld, Hahnenklee, Lautenthal und Altenau, die ebenso wie wir dringend ihre Gotteshäuser sanieren müssen.

Jedenfalls haben wir aus dem Landeskirchenamt viel Wohlwollen und Bereit­schaft erfahren, uns bei unseren doch sehr aufwendigen Bemühungen um die Sicher­stellung der Finanzierung für die Instandsetzung unserer Marktkirche zu helfen.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bald mit den Ausschreibungen für die Baumaßnahmen beginnen können und ein erster Teilabschnitt des ersten Bau­abschnittes in diesem Jahr fertiggestellt werden kann.

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Rettet Sankt Holz

1.200 Schülerinnen und Schüler liefen für die Marktkirche

von Christian Hesse, Rektor der Grundschule Graupenstraße in Clausthal-Zellerfeld – Oktober 2003

»Es geht um die Kirche« – So lautete das Motto einer Laufveranstaltung, die am Donnerstag, dem 2. Oktober 2003, rund um das Gebäude der Marktkirche »Zum Heiligen Geist« stattfand.

Wie in der Goslarschen Zeitung bereits berichtet, bemühen sich auch die Schulen in Clausthal-Zellerfeld um die Erhaltung der größten Holzkirche Nordeuropas. Vor rund 350 Jahren erbaut, sind im Laufe der Zeit erhebliche Bauschäden entstanden, die mit Millionen­aufwand saniert werden müssen.

Durch die Laufaktion sollte die Verbunden­heit der Clausthal-Zellerfelder Bevölkerung mit »ihrer« Marktkirche deutlich wer­den, denn für die Sanierung sind derzeit Kosten von insgesamt 10 Millionen € für vier Bauabschnitte veranschlagt. Diese Summe muss von der Kirchenbaukasse bereit­gestellt werden und die Notwendigkeit dieser Investition soll dort verdeutlicht werden.

Im Vordergrund stand dabei der Ausspruch von John F. Kennedy »Frage nicht, was die Gemeinschaft für dich tun kann – frage, was du für die Gemeinschaft tun kannst!« Gemeinsinn war also gefragt und Anmeldungen von 1.200 Schülern lagen vor. Aus organisatorischen Gründen wurde diese große Anzahl von Läuferinnen und Läufern in verschiedene Gruppen eingeteilt, die nacheinander liefen. In einer vorgegebenen Laufzeit von 20 Minuten pro Startergruppe sollten die Läufer das Gebäude so oft wie möglich umrunden. Es konnten Sponsoren gewonnen werden, die einen bestimmten Geldbetrag für jede gelaufene Runde spenden. Spendenzusagen lagen sowohl für einzelne Läufer als auch für die jeweiligen Schulklassen vor. Darüber hinaus haben schon zahlreiche Einzelspender einen Betrag auf das Konto der Marktkirchengemeinde überwiesen.

Um 9 Uhr morgens eröffnete Landessuperintendent Gorka die Veranstaltung gemeinsam mit Landesbergamtspräsident Lohff, der sich als Vorsitzender des Fördervereins Marktkirche besonders für die Rettung des Gebäudes einsetzt.

Im Rahmenprogramm sorgte die Schülerband der Georg-Diederichs-Schule für den musikalischen Hintergrund, zahlreiche Eltern, das Studentenwerk und die Evangelische Studentengemeinde sorgten für das leibliche Wohl.

Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das Technische Hilfswerk und die Kurbetriebsgesellschaft, die ein Betreuerzelt und den Bühnenwagen kostenlos zur Verfügung stellen.

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Toller Erfolg für Sponsorenlauf

Mehr als 1.000 Schüler liefen um die Kirche, was das Zeug hielt – Großes Lob für Aktion »Rettet Sankt Holz«

von Holger Funke – Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem 4. Oktober 2003

Clausthal-Zellerfeld. Mit hochrotem Kopf kommt Svenja durch die Ziellinie. »Neun Runden habe ich schon geschafft«, erklärt die achtjährige Grundschülerin der Bremerhöhe mit fliegendem Atem. Unter dem Motto »Rettet Sankt Holz« ging es am Donnerstag rund um die Marktkirche – beim großen Sponsorenlauf, an dem sich sämtliche Schulen der Bergstadt beteiligten.

Landessuperintendent Eckhard Gorka freute sich über das große Engagement aller Beteiligten für den Erhalt des sanierungsbedürftigen Gotteshauses. »Es ist eine fabelhafte Idee, dass die Christen- und Bürgergemeinde sich gemeinsam für dieses besondere Bauwerk einsetzen«, sagte der Schirmherr in seiner Begrüßung.

Auch der Vorsitzende des Fördervereines für den Erhalt der Marktkirche, Lothar Lohff, war des Lobes voll. »Mit einfachen Maßnahmen können wir gemeinsam viel erreichen«, betonte der Vorsitzende.

Den Auftakt bildeten bei zunächst nebligem Wetter gegen 8.30 Uhr die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Graupenstraße. Rund 1.300 Aktive beteiligten sich an dem Lauf. Geldgeber wurden teilweise durch die Schüler in Eigeninitiative eingeworben. So überzeugten Gymnasiasten der Robert-Koch-Schule den Präsidenten der Technischen Universität Clausthal, Prof. Dr. Ernst Schaumann, von dem guten Zweck dieser Aktion.

Die Idee dazu stammt vom Leiter der Grundschule Graupenstraße, Christian Hesse. Schon im vergangenen Jahr hatte er gemeinsam mit dem Rotary Club Clausthal-Zellerfeld einen Sponsorenlauf zur weltweiten Bekämpfung der Kinder­lähmung organisiert. »Der große Erfolg hatte uns zu einer Neuauflage ermutigt«, erklärte der engagierte Initiator dieser Veranstaltung.

Der Auftritt der Schulband »Generation Nine« unter Leitung des Lehrers Rainer Buhl sorgte mit echten Rock-Klassikern für den passenden musikalischen Rahmen. Ein Kamerateam des NDR-Regionalfernsehens hielt die Veranstaltung in Wort und Bild fest und führte einige Interviews mit den »Machern« und anderen Beteiligten – für eine Ausstrahlung noch am selben Abend in »Hallo Niedersachsen«.

Schon das vorläufige Ergebnis ist beachtlich. Die zahlreichen Helfer zählten insgesamt 13.395(!) gelaufene Runden – das entspricht insgesamt 2.143 Kilometern, die von den eingeworbenen Sponsoren jetzt mit klingender Münze honoriert werden.

Im Vorfeld waren bereits rund 2.000 € Spendengelder zugesagt worden, weiter­hin sorgten die zahlreichen Zuschauer durch ihren regen Besuch an der Kuchentheke für zusätzliche Erlöse. Aus dem Button-Verkauf, der in den kommenden Tagen in der Innenstadt organisiert wird, erhofft sich Christian Hesse weitere Einnahmen. Bis Ende kommender Woche soll der Gesamtbetrag ermittelt sein, der ausschließlich für die Restaurierung der Marktkirche verwendet wird.

Der Samtgemeinderat würdigte dieses Engagement noch am Donnerstagabend mit großem Beifall.

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Stand 29. Juni 2016 · Diese Netzseiten werden nicht durch Spenden bezahlt.